Hintergrund zum Börsengang
Google geht mit Online-Auktion ungewöhnlichen Weg

Der Internet-Suchmaschinenbetreiber Google geht bei seinem geplanten Börsengang neue Wege. Die Aktien sollen in Form einer Online-Auktion an den Mann (oder die Frau) gebracht werden. Über die Vor- und Nachteile des Verfahrens gibt es unter den Experten unterschiedliche Meinungen.

HB HAMBURG. Durch die Online-Platzierung, an der auch Privatleute teilnehmen können, will Google aber zumindest den Einfluss der Investmentbanken beschränken, deren Rolle zu Zeiten des New-Economy-Booms in die Kritik geraten ist.

Für die Versteigerung der 25,7 Mill. auszugebenden Aktien werden potenzielle Investoren zunächst registriert und können dann ihre individuellen Gebote abgeben. Als Anleger sind auch Privatleute zugelassen, die Interessenten müssen allerdings eine US-amerikanische Steuernummer oder -Sozialversicherungsnummer besitzen. Google hat eine Spanne zwischen 108 und 135 $ angesetzt. Der endgültige Ausgabepreis basiert am Ende der Auktion dann auf dem Gebot, das Google einerseits das meiste Geld in die Kassen spült und andererseits gewährleistet, dass alle Aktien verkauft werden. Die Aktien sollen an der Technologiebörse Nasdaq platziert werden.

Mit dem Ausgabeverfahren, das auch "dutch auction" (holländische Auktion) genannt wird, haben die Experten an der Wall Street noch wenig Erfahrung. Bei einem herkömmlichen Börsengang werden normalerweise die Aktienscheine durch Investmentbanken an interessierte Investoren ausgegeben. Üblicherweise wird der Ausgabepreis dann so angesetzt, dass Anleger der ersten Stunde ein Plus machen können. Dieser Anreiz dürfte bei der Online-Auktion entfallen. Viele Beobachter halten die angesetzte Preisspanne auch für zu hoch. Deshalb wäre ein schneller Anstieg des Aktienpreises nach dem Börsengang unwahrscheinlich.

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