Höchstmarke von 2000 Dollar aus dem Frühjahr dürfte nicht wieder erreicht werden
Aluminium drohen Überkapazitäten

Der Preis von 2000 Dollar, der noch im Frühjahr für eine Tonne Aluminium gezahlt wurde, dürfte trotz der jüngsten Kurserholung seit Juli so bald nicht wieder erreicht werden. Davon gehen Analysten wie Ingrid Sternby von Barclays Capital aus. Fachleute gehen davon aus, dass es ein an Aluminium geben wird.

LONDON. Der Preis von 2000 Dollar, der noch im Frühjahr für eine Tonne Aluminium gezahlt wurde, dürfte trotz der jüngsten Kurserholung seit Juli so bald nicht wieder erreicht werden. Davon gehen Analysten wie Ingrid Sternby von Barclays Capital aus. Sie sieht den Preis für das Leichtmetall bis auf weiteres zwischen 1 800 und 1 900 Dollar je Tonne pendeln, Tendenz fallend. Einer der fundamentalen Gründe dafür: Der etwa 40-prozentige Preisanstieg seit 2002 hat einen Ausbau der Produktionskapazitäten in Gang gesetzt – einen Prozess, der sich jetzt nicht mehr stoppen lässt.

Daran ändern auch Pläne zur Schließung der Aluminiumhütte des norwegischen Mischkonzerns Norsk Hydro in Stade und des Hamburger Aluminium-Werk (HAW) nichts. Auf solche Meldungen scheinen die Märkte kaum zu reagieren. Die Analysten in London und New York gehen weiter von einem Überangebot an dem 1825 vom dänischen Forscher H.C. Oerstedt erstmals hergestellten Metall aus.

Die hervorragenden Materialeigenschaften haben Aluminium innerhalb von nur 100 Jahren zu einem der vielseitigsten und weit verbreitetsten Gebrauchsmetalle gemacht. Sein geringes Gewicht hilft im Verkehrssektor Treibstoff einzusparen. Im Bauwesen ist seine Langlebigkeit und Wartungsfreiheit bei Fenstern, Fassaden und Dächern gefragt, in der Verpackung schützt es Lebensmittel und Pharmazeutika, in der Elektrotechnik besticht es mit seiner Leitfähigkeit.

Kein Wunder, dass der Aluminiumverbrauch schon seit längerem stärker zunimmt als das Wirtschaftswachstum. Im Zeitraum von 2002 bis 2004 stieg er um fast 30 Prozent. In dieser Zeit vermochte die Produktion mit der stürmischen Entwicklung der Nachfrage nicht Schritt halten. Es taten sich Produktionsdefizite auf und bei sinkenden Vorräten stieg der Preis von 1 350 Dollar je Tonne auf 2 000 Dollar in diesem Frühjahr. Bei diesem Stand markierte der Aluminiumpreis sein bisheriges Rekordhoch.

Damals befürchtete der Markt vorübergehend eine Verringerung der Exporte Chinas. Der Eigenbedarf steigt dort schließlich schon seit längerem um etwa 15 Prozent im Jahr. Doch Anzeichen einer sich verlangsamenden Nachfrage westlicher Volkswirtschaften, die unverminderten Ausfuhren Chinas, der Anstieg des Dollars und die teilweise Wiederinbetriebnahme amerikanischer Aluminiumkapazitäten ließen den Preis im Juli auf 1 700 Dollar je Tonne abstürzen.

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