Höhe der Nachfrage bleibt unklar
Pokerspiel um die Postbank

Pokerspiel um die Postbank: Auch unmittelbar vor dem Ende der Zeichnungsfrist für die Aktie der Posttochter hielt am Freitag die Ungewissheit über das Schicksal des milliardenschweren Börsengangs an.

HB FRANKFURT. Kurz vor dem Ende der Zeichnungsfrist am frühen Freitagabend haben die vorbörslich gehandelten Aktien der Postbank weiter am unteren Ende der Angebotsspanne tendiert. Am Markt diskutierten die Akteure weiter fieberhaft, ob der Börsengang (IPO) der Banktochter der Deutschen Post in letzter Minute wegen schleppender Nachfrage doch noch abgesagt oder zumindest der von Fonds als zu hoch kritisierte Angebotspreis gesenkt wird.

„Unsere Kunden glauben derzeit an 31,50 Euro - mehr geht auf keinen Fall. Sobald es aber Signale für veränderte Pläne der Post gibt, wird die Unsicherheit zurückkehren und der Kurs unter 31,50 sinken“, sagte ein Händler von Lang & Schwarz, wo die Postbank-Scheine vorbörslich gehandelt werden. Am Mittwoch waren die Aktien erstmals unter 31,50 Euro gerutscht. Angeboten werden die Postbank-Anteile in einer Spanne von 31,50 bis 36,50 Euro - insgesamt will die Post knapp 50 Prozent oder nahezu 82 Millionen Stücke am Markt platzieren. Der Emissionserlös für Deutschlands größte Filialbank würde im Fall einer Zuteilung bei 31,50 Euro rund 2,6 Milliarden Euro betragen.

Auch am Freitag blieb bis wenige Stunden vor Ende der Zeichnungsfrist unklar, wie hoch die Nachfrage von Investoren nach den Postbank-Aktien war. Fondsgesellschaften monierten seit Wochen die Angebotsspanne und wollten nach eigener Darstellung nicht mehr als 30 Euro zahlen. Die Zeichnungsfrist endete am Freitag um 18 Uhr, die Erstnotiz war für Montag vorgesehen.

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