Höhere Werbeausgaben in den USA und die Kassenschlager aus den Filmstudios sorgen für hohe Gewinne
Time Warner erfreut die Analysten

Fabelwesen aus Mittelerde und ein kleiner Zauberlehrling hexen zurzeit die Einnahmen beim US-Unterhaltungsgiganten Time Warner in die Höhe.

HOUSTON. Soeben ist der neueste Harry-Potter-Film der Warner-Studios weltweit in den Kinos angelaufen, und der Videostart des Blockbusters „Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ sollte über die kommenden Monate weitere Millionen in die Kassen des Time-Warner-Konzerns spülen, erwarten Experten.

„Mit seinen beiden Filmstudios erreicht Time Warner ein Fünftel des gesamten US-Kinomarktes, das ist der beste Wert der Branche“, lobt Analyst Douglas Mitchelson von Deutsche Bank Securities. „Der jüngste Herr-der-Ringe-Film hat das zweithöchste Ergebnis aller Zeiten eingespielt und sollte auch dank der elf Oscar-Auszeichnungen gute Video-Verkaufszahlen erzielen. Wir erwarten deshalb, dass die Filmsparte in diesem Quartal ein gesundes Wachstum zeigt.“ Dazu dürfte auch Warners Antik-Epos „Troja“ mit Superstar Brad Pitt beitragen, das in den Kinocharts immer noch ganz weit oben steht.

Kein Wunder, dass Firmenchef Richard Parsons die Filmsparte von Marktgerüchten um Übernahmen oder Verkäufe einzelner Geschäftsbereiche ausdrücklich ausnimmt: „Warner Brothers ist das profitabelste aller Filmstudios und steht nicht zum Verkauf.“ Gleichzeitig bekannte sich Parsons zuletzt erneut zum firmeneigenen Internet-Anbieter America Online (AOL) und schloss die Abgabe von AOL-Teilen in den nächsten Jahren praktisch aus.

Damit stellt sich Parsons gegen die Meinung vieler Analysten, die schon seit Längerem einen Verkauf von Time Warners größtem Sorgenkind fordern. Ihrer Meinung nach belasten die Bilanzen bei AOL die Ergebnisse der Mutterfirma über Gebühr. „Wenn sich das Management von AOL befreit, wäre das ein echter Beschleuniger für den Aktienkurs“, sagte Analyst Patrick Adams vom Investmentberater Choice Funds dem Börsendienst CBS Market Watch. „Das AOL-Geschäft lenkt nur vom Wesentlichen ab.“ Doch Parsons verteidigt die vormals angeschlagene Internetsparte als „Wachstumsmotor“, der im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn von 1,5 Mill. Dollar erzielt habe und auch künftig robuste Ergebnisse erzielen werde.

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