Hoffen auf Privatanleger
Börsengänge sind 2005 kaum in Sicht

Die Investment-Abteilungen der Banken stellen sich auf ein weiteres mageres Jahr für Börsengänge ein. Neuemissionen in der Größenordnung der Postbank sind für 2005 bislang nicht in Sicht.

HB RANKFURT/M. Dennoch hoffen die Investmentbanker auf ein verstärktes Interesse vor allem der Kleinanleger, hat doch der Bezahlfernsehsender Premiere einen Gang an den Kapitalmarkt in Aussicht gestellt. Auch haben die Aktien der Postbank sowie des Geldautomatenherstellers Wincor Nixdorf seit ihrem IPO deutlich an Wert gewonnen.

„Die Investoren dürften wohl auch 2005 ihre vorsichtige Haltung gegenüber Börsengängen nicht aufgeben“, sagte Eberhard Dilger, Leiter des Aktienemissionsgeschäfts bei der Commerzbank. „Wir werden auch nächstes Jahr Börsengänge sehen, allerdings im einstelligen Bereich“, prognostizierte er. Dabei dürften viele Altaktionäre wohl auch künftig eine zweigleisige Strategie, wie jüngst bei Tank & Rast, verfolgen und neben den Vorbereitungen für einen Börsengang auch Verkaufsverhandlungen führen. Auch Volker Riehm, Fondsmanager bei Activest, geht davon aus, dass der IPO-Markt weiter schwierig bleibt.

Für 2004 hatten Experten ursprünglich mit 15 bis 20 Neuemissionen gerechnet. Doch obwohl das Jahr mit gerade einmal fünf IPOs und ebenso vielen Absagen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, kann ihm Dilger auch positives abgewinnen. „Die großen Börsengänge wie Postbank und Wincor haben sich danach am Kapitalmarkt gut entwickelt“, spielte er auf die Kurssteigerungen der Postbank-Aktien um 19 Prozent und der Wincor-Titel um rund 40 Prozent an.

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