Hohe Aktienpreise verschrecken Anleger
Aktiensplits sollen die Psyche überlisten

Billig ist nicht immer auch günstig. Trotzdem schrecken Anleger vor hohen Aktienpreisen zurück und greifen intuitiv zu Papieren mit niedrigem Preis.

DÜSSELDORF. Oft gilt: Je höher der Kurs, desto unattraktiver wird die Aktie. „Eine klassische Fehleinschätzung vieler Kleinaktionäre“, sagt Olaf Hein, Anlageberater bei der Falkenstein AG.

„100 Euro für eine Aktie ist aber ganz schön teuer“, diesen Satz hatHein schon oft gehört. Dabei sagt allein der Preis über die Qualität einer Aktie rein gar nichts aus. Entscheidend sind vielmehr fundamentale Daten, die aktuelle Bewertung und vor allem die Zukunftsperspektiven des Unternehmens.

Davon wollen viele Anleger jedoch nichts wissen. Ihr Unterbewusstsein hat schon längst entschieden. „Auf den ersten Blick unterteilt der Mensch nur in groß und klein, hoch oder tief“, sagt Guido Kiell von der Beratungsgesellschaft Psychonomics. Und das gilt auch beim Aktienkauf. Wenn der Preis auf dem ersten Blick zu hoch erscheint, ist die Entscheidung gegen den Kauf des Papiers meist schnell gefallen.

Diese tief in der Psyche begründeteten Fehlentscheidungen haben auch die Manager börsennotierter Unternehmen erkannt. Immer wieder versuchen sie – gerade in schwachen Marktphasen – mit so genannten Aktiensplits den Kursen neuen Schub zu geben. Dabei wird eine Aktie in zwei – manchmal auch mehr – Anteilsscheine geteilt. Für Altaktionäre ist dies ein Nullsummenspiel: Sie halten zwar doppelt so viele Aktien, die aber jede für sich nur halb so viel Wert sind.

Seite 1:

Aktiensplits sollen die Psyche überlisten

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%