Hoher Anteil an Kaufempfehlungen zahlte sich aus – Aktionärsschützer fordern mehr Transparenz
Analysten lagen 2003 häufig richtig

2003 war nicht nur ein Jahr der Aktie. Auch die oft kritisierte Gattung der Aktienanalysten schaut auf ein erfolgreiches Arbeitsjahr zurück.

DÜSSELDORF. Nicht nur, dass die Experten mit ihrer Jahresprognose für den Dax ins Schwarze trafen, auch der Großteil der Bankenempfehlungen wies in den vergangenen Monaten in die richtige Richtung. Allerdings könnte dabei auch das Glück eine Rolle gespielt haben.

Zumindest scheinen Analysten jetzt umsichtiger vorzugehen. „Die Zahl der wahllosen und unüberlegten Analysen hat abgenommen“, sagt Reinhild Keitel, Sprecherin der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK). Ein Grund hierfür seien die strengeren Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes.

In Bezug auf die Treffsicherheit dürfte den Experten auch die Marktentwicklung in die Karten gespielt haben. „Nach wie vor überwiegen bei den Aktienbesprechungen die Kaufempfehlungen“, bemängelt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Und in Phasen steigender Kurse bedeute dies eben, dass die Analysten häufig richtig liegen. Einen Trend zu mehr Qualität hat Kurz nicht beobachtet: „Das Gros der Analysten hinkt dem Markt immer noch hinterher.“

Eine Betrachtung des Analystenverhaltens im ablaufenden Jahr bestätigt diese These. So lag die Zahl der Kaufempfehlungen für den Dax über den gesamten Zeitraum auf einem hohen Niveau von mehr als 40 % aller Analysen. Nach Angaben von Bloomberg nahm die Zahl der auf „Kaufen“ lautenden Urteile im Jahresverlauf stetig zu, eine Häufung der positiven Urteile Ende Februar bzw. Anfang März zeigt die Statistik hingegen nicht an: „Die Analysten können also nicht für sich beanspruchen, dass sie den Tiefpunkt des Marktes erkannt haben“, kommentiert Kurz.

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