Hoher Emissionserlös angestrebt
Infineon-Tochter geht bald an die Börse

Das Emissionsvolumen beim Börsengang der Speicherchipsparte Qimonda der Infineon AG wird sich wahrscheinlich auf eine Mrd. Euro belaufen. Zwei Drittel dieser Summe sollen durch eine Kapitalerhöhung oder die Begebung junger Aktien erzielt werden, ein Drittel durch die Umplatzierung von Altbeständen, erklärte ein mit der Materie vertrauter Investmentbanker.

DJ MÜNCHEN. Zudem soll den Konsortionalbanken J.P. Morgan, Citigroup und Credit Suisse eine Mehrzuteilungsoption von 15 Prozent eingeräumt werden. Damit würde sich das gesamte Emissionsvolumen auf bis zu 1,15 Mrd. Euro erhöhen. Die Details zum Börsengang von Qimonda wird Infineon voraussichtlich am Freitag mitteilen, wenn das Unternehmen auch die Zahlen zum dritten Quartal vorlegt. Abhängig sei dies davon, ob bis dahin die Genehmigung der SEC zur Veröffentlichung des vorläufigen Prospekts vorliege.

Sollte die Ankündigung am Freitag erfolgen, dürfte danach die Roadshow starten. Einem Börsengang Anfang August stünde dann nichts mehr im Wege. Die Sprecher von Infineon und Qimonda wollten sich dazu allerdings nicht äußern.

Für einen Börsengang noch im August spricht laut Beobachtern auch die Vergabe der Co-Lead-Mandate, die häufig erst unmittelbar vor dem Börsengang festgelegt werden. Unter anderem sollen die Deutsche Bank und die Hypo-Vereinsbank (HVB) für die Verkäufe der Qimonda-Aktien vornehmlich im deutschen Markt gewonnen worden sein.

„Dieser Kreis der Co-Leader dürfte bei einem IPO dieser Größenordnung aber noch deutlich breiter werden“, sagte der Investmentbanker. Sprecher der Deutschen Bank und der Hypo-Vereinsbank waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Infineon hatte bereits im Mai angekündigt, Qimonda im zweiten Halbjahr an die Börse bringen zu wollen. Ein Listing wird an der New York Stock Exchange (Nyse) angestrebt. Analysten zufolge dürfte sich die künftige Marktkapitalisierung von Qimonda auf drei Mrd. bis vier Mrd. Euro belaufen. Bei einem Emissionsvolumen zwischen einer und 1,15 Mrd. Euro dürfte Infineon somit weiter Mehrheitsaktionär bleiben.

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