Home Depot
Anleger feiern den China-Rückzug

Die US-Baumarktkette Home Depot zieht sich vom chinesischen Markt zurück. Das wird an der Börse gefeiert. Das Unternehmen ist an der chinesischen Mentalität und mangelnder Flexibilität gescheitert.
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DortmundKapitulation oder Erleichterung? Seit die US-Baumarktkette Home Depot Mitte September bekanntgab, man werde sich aus China zurückziehen, klettert der Aktienkurs auf ein Fünfjahreshoch. Erst vor wenigen Tagen knackte er erstmals die 60-Dollar-Marke und hat sich inzwischen bei rund 59 Dollar eingependelt - damit haben Home-Depot-Anleger seit Jahresbeginn einen satten Gewinn von fast 50 Prozent erzielt.

Die Analysten rechnen damit, dass der Kurs dennoch leichtes Aufwärtspotenzial besitzt. Dabei hat Home Depot, die größte Heimwerker-Kette der USA, soeben eine Investition von 160 Millionen Dollar in den Sand gesetzt. Auf dem chinesischen Markt, auf dem schon so mancher westlicher Unternehmenskonzern ohne Erfolg agierte, wird es schon bald keine große Home-Depot-Filiale mehr geben.

Alle sieben sogenannten Big-Box-Ladengeschäfte will Home Depot schließen und 850 Mitarbeiter entlassen, heißt es. Lediglich zwei kleine Läden für Spezialprodukte sollen beibehalten werden. Letztlich sei Home Depot an der chinesischen Mentalität gescheitert, sagte Home-Depot-Chef Frank Blake - da die Handwerkerlöhne im Land so niedrig seien, habe „Do It yourself“ keine Chance.

Analysten halten auch die unflexible Expansionsstrategie für einen Grund. „In einem Land, wo die Straßen überfüllt sind und die privaten Lebensräume klein, passt ein gigantischer Baumarkt einfach nicht ins Bild“, sagt Analyst Greg Bartlett vom Online-Börsendienst Motley Fool. „Weniger Produkte zu verkaufen in einem kleineren Laden, hätte mehr Erfolg versprochen.“

Zudem sind in den vergangenen Jahren so viele westliche Unternehmen auf den chinesischen Markt geströmt, dass der Konkurrenzdruck stark gestiegen ist. Das habe „das Gewinnpotenzial jeder einzelnen Firma stark verwässert“, sagt Analyst Torsten Stocker vom Marktberater Monitor Group.

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Andere Weltfirmen scheiterten ebenfalls in China

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  • Ich finde es durchaus gut, dass das Handelsblatt seine Praktikanten nicht nur Agenturmeldungen paraphrasieren läßt und sie stattdessen dazu ermutigt, auch Anlegerforen wie Motley Fool oder Zacks auszuwerten.

    Gleichzeitig finde ich es unfair, Praktikanten dann ihre Artikel veröfentlichen zu lassen, ohne dass jemand gegenliest.

    Es ist schwer, einen Artikel ernst zu nehmen, in dem von "Unternehmenskonzernen" die Rede ist und von einer "Kapitalrendite" geschrieben wird (gemeint ist Eigenkapitalrendite?)

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