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HSBC rechnet 2011 mit Nachfragerückgang in Solarbranche um 15 Prozent

DÜSseldorf (dpa-AFX) – Das Bankhaus HSBC hat die Einschätzungen für zahlreiche Solaraktien gesenkt.

DÜSseldorf (dpa-AFX) - Das Bankhaus HSBC hat die Einschätzungen für zahlreiche Solaraktien gesenkt. Während die stark gestiegene Nachfrage in der Solarbranche zu überzeugenden Zahlen zum dritten Quartal führen dürfte, sei im kommenden Jahr mit einem 15-prozentigen Rückgang bei der Nachfrage zu rechnen, schrieb Analyst Christian Rath in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Das liege vor allem an bevorstehenden regulatorischen Änderungen in Schlüsselmärkten. Unsicherheiten dürften daher die Kurse nach den Zahlen zum dritten Quartal belasten. Ein guter Zeitpunkt zum Einstieg in die Branche dürfte Ende des ersten Quartals 2011 kommen. Dann sollten rückläufige Preise die Nachfrage etwas stimulieren.

Die HSBC-Experten senkten das Ziel für SMA Solar von 100,00 auf 90,00 (Kurs: 82,76) Euro und beließen die Einstellung auf "Neutral". Mit Blick auf Q-Cells reduzierten sie das Ziel von 6,00 auf 3,00 (3,052) Euro und blieben bei dem Votum "Underweight", während sie die Einstufung für Roth & Rau von "Neutral" auf "Underweight" senkten und das Ziel von 25,00 auf 16,00 (17,310) Euro nach unten schraubten. Manz Automation senkten sie von "Neutral" auf "Underweight" und beließen das Ziel auf 50,00 (Kurs: 53,08) Euro. Positiver fiel das Urteil zu Phoenix Solar aus, diese Aktien stuften sie von "Neutral" auf "Overweight" hoch, senkten gleichzeitig aber das Ziel von 35,00 auf 32,00 (27,000) Euro. Für Wacker Chemie , den von ihm bevorzugten Titel der Branche, erhöhten sie das Ziel von 155 auf 175 (148,75) Euro und blieben bei der Einschätzung "Overweight".

Grundsätzlich sei mit einem beachtlichen Druck auf die Preise und die Margen zu rechnen. Er erwarte eine Ausweitung der Sollarzellen- und Waferproduktion um mehr als zwölf Gigawatt im Jahr 2010 und einen Rückgang der Nachfrage um mehr als die Hälfte im kommenden Jahr.

2011 werde ein herausforderndes Jahr für die Branche mit einem begrenzten Wachstumspotenzial in Europa. Möglich seien etwa Rückschläge auf den Schlüsselmärkten Deutschland, Frankreich und Tschechien. Und auf diese Länder seien 2010 rund 65 Prozent der weltweiten Nachfrage entfallen. Auch wenn die Märkte in Schwellenländern sowie den USA und China wachsen dürften, werde dies den Rückgang in Europa nicht ausgleichen.

Entsprechend der Einstufung "Overweight" erwartet HSBC, dass der Aktienkurs innerhalb von zwölf Monaten mindestens fünf Prozentpunkte besser als der Markt abschneiden wird. Volatile Aktien dürften mindestens zehn Prozentpunkte besser abschneiden. Bei der Einstufung "Neutral" erwartet HSBC, dass der Aktienkurs innerhalb von zwölf Monaten im Einklang mit der erwarteten Marktentwicklung abschneiden wird. Die Einstufung "Underweight" wiederum bedeutet, dass HSBC einen Aktienkurs erwartet, der innerhalb von zwölf Monaten mindesten fünf Prozentpunkte schlechter als der Markt abschneiden wird. Volatile Aktien dürften mindestens zehn Prozentpunkte schlechter abschneiden.

Analysierendes Institut HSBC Trinkaus & Burkhardt.

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