Aktien
HVB drehen ins Plus - 'Zahlen wie erwartet schwach'

Die Enttäuschung der Anleger über den minimalen Gewinn der HVB im dritten Quartal hat die Aktie am Donnerstag nur vorübergehend belastet.

dpa-afx FRANKFURT. Die Enttäuschung der Anleger über den minimalen Gewinn der HVB im dritten Quartal hat die Aktie am Donnerstag nur vorübergehend belastet. Nach frühen Kursverlusten stieg das Papier bis 14.50 Uhr um 0,78 Prozent auf 15,47 Euro, während der Leitindex Dax um 0,26 Prozent auf 4 028,70 Punkte fiel. Am Morgen hatte die Aktie zeitweise noch 1,43 Prozent verloren.

Die meisten Analysten und Experten schätzten die vorgelegten Zahlen zwar als enttäuschend ein. Allerdings habe HVB-Chef Dieter Rampl den Markt schon Mitte Oktober auf ein schwaches Handelsergebnis eingestimmt. Zudem sickerte bereits Anfang der Woche aus Bankkreisen durch, dass die ambitionierten Ertrags- und Gewinnziele nicht zu halten sind. "Daher war der Markt auf schwache Daten vorbereitet", sagte ein Händler.

Ein Analyst nannte einen anderen möglichen Grund: "Möglicherweise zeigen die schwachen Quartalszahlen in den Augen einiger Investoren, dass die HVB nicht länger allein überleben kann und wärmen daher Übernahmespekulationen auf." Dies würde auch erklären, warum die Deutsche Bank als möglicher Interessent im Minus stehe.

Nach den Gerüchten um schwache Ergebnisse der HVB hatten einem Händler zufolge zudem einige Marktteilnehmer seit Monatsbeginn auf eine relativ bessere Entwicklung der Commerzbank-Aktie im Vergleich zur HVB gewettet - diese Positionen werden nun geschlossen. Andere Börsianer verwiesen darauf, dass die schwachen Zahlen der HVB keine Überraschung seien. Bereits vor Tagen war aus Kreisen durchgesickert, dass die Bank ihre Prognose für den operativen Gewinn senkt.

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