Aktien
HVB schwach - Gewinnmitnahmen, Gegenangebotsgerücht vom Tisch

Die HVB-Aktie hat am Freitag als schwächster Wert im deutschen Aktienleitindex nachgegeben.

dpa-afx FRANKFURT. Die HVB-Aktie hat am Freitag als schwächster Wert im deutschen Aktienleitindex nachgegeben. Die Verluste begründeten Händler mit Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie infolge der Übernahme durch die italienische Bank Unicredit kräftig zugelegt habe und auch am Vortag wegen eines Gerüchts über ein weiteres Übernahmeangebot durch die BNP Paribas oder die Societe Generale weiter gestiegen sei.

Bis 13.10 Uhr sank die Aktie der Hypovereinsbank um 1,14 Prozent auf 21,76 Euro. Zugleich gewann der Dax um 0,73 Prozent auf 4 613,33 Punkte.

"Die Aktie ist in letzter Zeit sehr gut gelaufen und wird quasi losgelöst vom Gesamtmarkt gehandelt", sagte Händler Raed Mustafa von der BW Bank in Stuttgart. Dabei verwies er nicht nur auf die anstehende Übernahme durch die Unicredit, sondern auch auf Medienberichte von Donnerstag, dass andere Banken ein Gegenangebot für die HVB machen könnten. Dies habe der Aktie kräftig Auftrieb gegeben. Nun würden wohl erst einmal Gewinne mitgenommen, vor allem nachdem sich Berichte über ein Gegenangebot durch die BNP nicht bewahrheitet hätten.

Händler Norbert Pütz von der Postbank vermutet die gleichen Gründe für die Kursschwäche der HVB. "Die Aktie hat kräftig zugelegt und heute sind wohl die gestern aufgekommenen Spekulationen über ein Counterbid ad acta gelegt worden", sagte er. Zwar sei ein solches Gegenangebot nicht auszuschließen, doch gestern zumindest sei es zunächst einmal entkräftet worden.

Einen Zusammenhang mit dem Verfallstermin sah Pütz nicht. Einerseits weil sich die Aktie der Unicredit mit minus 0,9 Prozent fast parallel entwickle, andererseits weil die Aktienoptionen erst zu Börsenschluss ausliefen.

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