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HVB senkt Lufthansa-Empfehlung auf 'Neutral'; Aufwärtspotenzial fehlt

Einen Tag nach der Bestätigung der Einstufung "Outperform" hat die Hypovereinsbank (HVB) die Empfehlung für die Lufthansa-Aktie von "Outperform" auf "Neutral" gesenkt.

dpa-afx MÜNCHEN. Einen Tag nach der Bestätigung der Einstufung "Outperform" hat die Hypovereinsbank (HVB) die Empfehlung für die Lufthansa-Aktie von "Outperform" auf "Neutral" gesenkt. In einer am Mittwoch in München vorgelegten Studie verwies Analyst Uwe Weinreich auf die ersten Kennzahlen der Fluggesellschaft zum abgelaufenen Jahr. Für die kommenden Wochen sei nicht mit weiteren guten Nachrichten zu rechnen, sodass das Kursziel von 13,50 Euro erst später im Jahr erreicht werden sollte.

Nach der Bekanntgabe der ersten Kennzahlen und der geplanten Dividende sei bei der Lufthansa erst einmal die Periode mit positiven Ergebnisüberraschungen bei den Fluggesellschaften vorbei, begründete der Experte seinen Schritt. Vor der Lufthansa hätten bereits British Airways , Air France-KLM und Iberia um die Treibstoffkosten bereinigt exzellente operative Ergebnisse erzielt.

Bei der Vorlage der vollständigen Bilanz 2004 wird das Unternehmen nach seiner Einschätzung am 23. März eine qualitative Prognose für das laufende Geschäft abgeben. Diese könnte lauten, dass Lufthansa mit einer deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses rechne. Sollte Lufthansa keinen Ausblick auf 2005 geben, dürfte dies eher negativ vom Markt aufgenommen werden, sagte er voraus.

Das Nettoergebnis habe die Erwartungen deutlich übertroffen, sei jedoch wegen zahlreicher Sondereffekte wenig aussagekräftig, urteilte der Experte. So seien die Wertberichtigungen auf Beteiligungen auf 120 Mill. Euro gesunken. Zudem habe sich das Zinsergebnis auf 20 Mill. Euro verbessert. Nicht nur steuerfreie Buchgewinne aus Beteiligungsverkaufen hätten sich positiv bemerkbar gemacht. Auch aus versteuerten Buchgewinnen wie dem Verkauf von Tank & Rast stamme ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag. Zudem seien möglicherweise einige Steueroptimierungen in der endgültigen Bilanz enthalten.

Gegenüber dem Vortag bestätigte der Experte seine Umsatzschätzung für das abgelaufene und kommende Jahr mit 17,095 und 17,711 Mrd. Euro. Jedoch erwartet er beim Vorsteuergewinn (EBT) für 2004 nun 504 nach bislang 521 Mill. Euro. Für 2005 hob er seine Prognose von 652 auf 657 Mill. Euro an. Beim Jahresüberschuss rechnet er für das vergangene Jahr statt mit 402 nun mit 405 Mill. Euro, während er für das laufende Jahr seine Prognose von 436 auf 460 Mill. Euro anhob.

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