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HVB steigen nach Gerüchten um Gegenangebot an Dax-Spitze

Nach Gerüchten über ein mögliches Gegenangebot der französischen Großbank BNP Paribas für die Hypovereinsbank ist die HVB-Aktie am Donnerstag an die Spitze des Dax geklettert.

dpa-afx FRANKFURT. Nach Gerüchten über ein mögliches Gegenangebot der französischen Großbank BNP Paribas für die Hypovereinsbank ist die HVB-Aktie am Donnerstag an die Spitze des Dax geklettert. Das Papier gewann gegen 10.20 Uhr 2,87 Prozent auf 22,24 Euro, während der Leitindex 0,44 Prozent auf 4 569,61 Zähler zulegte. Aus Kreisen hieß es dagegen, BNP bereite kein Gegenangebot vor.

Händler betonten, dass der Anstieg der HVB-Aktie ausschließlich auf die Spekulationen um ein Gegenangebot zurückzuführen sei. Ein solches Gegenangebot ist nach Ansicht eines Analysten aber eher unwahrscheinlich. Die BNP habe erst vor kurzem mit der Commercial Federal in den USA eine Übernahme gemacht, sagte der Experte am Donnerstag. Da sei ein weiterer und größerer Zukauf eher auszuschließen.

"Ich glaub da zwar nicht dran, aber ganz ausschließen kann ich es auch nicht." Die BNP hatte erst am vergangenen Dienstag mitgeteilt, dass die amerikanische Tochter Bancwest für 1,36 Mrd. Dollar den kleineren Wettbewerber Commercial Federal übernehmen wird. Außerdem gebe es bei einem Kauf der HVB durch die BNP keine Synergien, da beide Institute keine Überschneidungen hätten, sagte der Analyst weiter.

Ein weiterer Banken-Analyst hielt ein ernsthaftes Interesse der BNP an der HVB ebenfalls für unwahrscheinlich, wollte aber zugleich ein Gegenangebot auch nicht ausschließen. Immerhin habe die BNP bereits 2002 bei der Übernahme der französischen Credit Lyonnais durch den Konkurrenten Credit Agricole eine Übernahmeschlacht entfacht. In einem solchen Fall könnte dann für die Unicredit die Übernahme der HVB teurer werden.

In Finanzkreisen zeigte man sich ebenfalls überrascht von dem angeblichen Interesse. Ein Gegenangebot sei theoretisch immer möglich. Bisher wurde es aber nicht für wahrscheinlich gehalten, da bei einer feindlichen Übernahme kein genauer Blick in die Bücher möglich ist, was die Risiken nur schwer kalkulierbar mache.

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