Aktien
Hypo Real Estate nach Übernahmespekulation leicht unter Druck

Die Aktien der Immobilienbank Hypo Real Estate sind am Montag nach Spekulationen über eine angeblich geplante Übernahme der Eurohypo unter Druck geraten. In einem insgesamt ruhigen Marktumfeld verloren die Papiere der Hypo Real Estate bis 11.25 Uhr um 0,81 Prozent auf 42,83 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Immobilienbank Hypo Real Estate sind am Montag nach Spekulationen über eine angeblich geplante Übernahme der Eurohypo unter Druck geraten. In einem insgesamt ruhigen Marktumfeld verloren die Papiere der Hypo Real Estate bis 11.25 Uhr um 0,81 Prozent auf 42,83 Euro. Zur gleichen Zeit legte der MDax 0,14 Prozent auf 7 002,92 Punkte zu.

Die Immobilienbank bereitet nach Informationen aus Kreisen den Kauf von 28,48 Prozent an der Eurohypo, dem größten Immobilienfinanzierers Europas, vor. Der Anteil wird derzeit von der Allianz gehalten. Ein Händler sagte dazu: "Der Kauf sei strategisch gesehen positiv für die Hypo Real Estate, da die Bank damit zur weltweit größten Hypothekenbank aufsteigen würde." Ein Problem könnte aber der Kaufpreis sein. "Damit dürfte bei der Hypo Real Estate eine Kapitalerhöhung fällig werde."

Kaufpreis IST DIE GRÖSste HÜRDE

Auch von Analysten wird der mögliche Kaufpreis übereinstimmend als die größte Hürde für eine Übernahme angesehen. "Die Dimension des Deals wäre enorm", sagte Jochen Schmitt von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Die Marktkapitalisierung der Eurohypo betrage auf Basis des Schlusskurses vom Freitag 8,9 Mrd. Euro.

Neben der Allianz hält noch die Commerzbank einen Anteil von 31,84 Prozent an der Eurohypo. Größter Aktionär ist die Deutsche Bank mit 37,72 Prozent. Anders als die beiden anderen Großaktionäre erwägt die Commerzbank nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) seit Wochen die komplette Übernahme der Eurohypo. Jeder Großaktionär habe ein befristetes Vorkaufsrecht auf die Anteile der jeweils anderen Seite, sobald ein Angebot von außen komme, heiße es in den Kreisen.

NUR Eine ÜBernahme WÜRDE Sinn Machen

Eine Übernahme der Allianz-Anteile durch die Hypo Real Estate würde aber nur dann Sinn machen, wenn die Immobilienbank die Mehrheit an der Eurohypo anstrebt, sagte Konrad Becker von der Privatbank Merck Finck. Als reines Finanzinvestment würde der Kauf der Allianz-Anteile keinen Sinn machen.

Die Hypo Real Estate und die Eurohypo würden in vielen Bereichen gut zueinander passen, hieß es von Merck Finck. Beide Banken seien gut im Auslandsgeschäft aufgestellt, sagte Analyst Becker. Außerdem habe eine Restrukturierung im Inlandsgeschäft die Kosten gesenkt.

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