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Hypo Real Estate schwach im MDax - LRP: 'Sicher im Sattel'

Die Aktie des Immobilien-Finanzierers Hypo Real Estate (HRE) hat sich am Freitag im Zuge der Bilanzvorlage für das erste Quartal als schwächster Wert im MDax entwickelt. Experten bemängelten die unterdurchschnittliche Ertragsqualität.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie des Immobilien-Finanzierers Hypo Real Estate (HRE) hat sich am Freitag im Zuge der Bilanzvorlage für das erste Quartal als schwächster Wert im MDax entwickelt. Experten bemängelten die unterdurchschnittliche Ertragsqualität. Der Titel gab nach einer vorbörslich freundlichen Entwicklung bis 9.45 Uhr um 3,71 Prozent auf 30,86 Euro nach, während der MDax zugleich 0,47 Prozent auf 5 683,09 Punkte sank und sich somit knapp behauptete.

Insgesamt sei das Zahlenwerk recht solide ausgefallen, hieß es übereinstimmend von verschiedenen Analysten. Händler erklärten die starken Kursverluste mit der mangelnden Ertragsqualität. Sie sei "ingesamt gesehen nicht besonders gut gewesen". Die Provisionseinkünfte und die Zinserträge seien enttäuschend ausgefallen, sagte ein Händler: "Die Zinserträge etwa lagen unter dem Vorjahreswert und damit auch unter den Markterwartungen."

Fast durchgängig positiv äußerte sich hingegen die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP): "Das ehemalige Problemkind Hypo Real Estate Deutschland bestand die 'Reifeprüfung' nach dem Wegfall des Risikoschirms der HVB Group und wies ein EBT von 23 Mill. Euro aus", betonte Analyst Jochen Schmitt. Er bestätigte aber eine "lediglich moderate Ergebnisqualität", was sich besonders im niedrigen Zinsüberschuss zeige. "Insgesamt sitzt der Konzern sicher im Sattel", sagte Schmitt. Er bestätigte die Einstufung "Marketperformer" und das Kursziel von 34 Euro.

Hypo Real Estate konnte im ersten Quartal den Gewinn wegen geringerer Kosten und höherer Erträge deutlich steigern und bestätigte die Prognose für das laufende Jahr. Der Überschuss war in den ersten drei Monaten von 41 Mill. Euro im Vorjahr auf 78 Mill. Euro geklettert. Vor Steuern verdiente die im Herbst 2003 von der HVB abgespaltene Bank 102 (Prognose: 90) Mill. Euro und damit 85 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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