IKB-Delisting: Mittelstandsbank verschwindet von der Börse

IKB-Delisting
Mittelstandsbank verschwindet von der Börse

Schon länger versucht der US-Finanzinvestor Lone Star, die schwächelnde Mittelstandsbank IKB zu verkaufen. Nun versucht es der Konzern mit einem Delisting. Eine Abfindung für freie Aktionäre wird es wohl nicht geben.

FrankfurtDie Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB will sich von der Börse zurückziehen. Der Vorstand der IKB habe das Delisting beschlossen, um Kosten zu sparen, teilte das Institut am Donnerstag mit. Die Aktie sei in den vergangenen Jahren kaum gehandelt worden. Nach dem Antrag können die Anleger sie in der Regeln noch für sechs Monate an der Börse kaufen und verkaufen. 8,5 Prozent der IKB-Papiere sind noch im Umlauf, 91,5 Prozent hält der US-Finanzinvestor Lone Star. Er hatte die IKB übernommen, nachdem sie in der Finanzkrise in Schieflage geraten war und mit Milliarden von ihrem damaligen Großaktionär, der staatlichen Förderbank KfW, gerettet werden musste.

Die ehemals im Nebenwerteindex MDax notierte IKB-Aktie fristet inzwischen ein Mauerblümchendasein an der Börse. Nach der Ankündigung fiel sie am Donnerstag um 17 Prozent auf 40 Cent. Die Bank wird damit mit gut 250 Millionen Euro bewertet. Mehrere Anläufe von Lone Star, sie zu verkaufen, waren im Sande verlaufen.

Ein Abfindungsangebot an die freien Aktionäre muss die IKB nicht vorlegen, da sie in Düsseldorf und Frankfurt nur noch im weitgehend ungeregelten Freiverkehr notiert ist. Unternehmen im geregelten Markt müssen ihren Aktionären vor einem Delisting nach einer Gesetzesänderung seit November wieder ein solches Kaufangebot vorlegen. Die Kölner Tochter des österreichischen Baukonzerns Strabag streitet darüber mit der Frankfurter Börse, die ein Abfindungsangebot verlangt. Strabag will es aber nicht abgeben und beruft sich darauf, den Antrag bereits vor der Gesetzesänderung gestellt zu haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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