Im Branchenvergleich günstig bewertet
Allianz überzeugt die Anleger

Wenn es um den Titel des Lieblings der Analysten geht, verfügt die Aktie der Allianz derzeit unter den 30 Dax-Konzernen über eine unschlagbare Position. Denn derzeit raten nicht weniger als 37 Analysten zum Kauf der Aktie des Allfinanzkonzerns. Nur vier urteilen „Halten“, kein einziger Analyst spricht eine Verkaufsempfehlung aus.

FRANKFURT. Mit der zuletzt freundlichen Kursentwicklung konnte die Aktie in den vergangenen Wochen ihren Ruf als einst zinssensitives Papier abschütteln: Obwohl die Zinsen – gemessen an der Umlaufrendite – binnen vier Wochen um 4,3 auf zuletzt 4,6 Prozent kletterten, legte die Allianz-Aktie im gleichen Zeitraum um zehn Prozent zu und schnitt damit deutlich besser ab als europäische Konkurrenten. Auf Sicht eines Monats ist die Allianz die stärkste Aktie aus dem Dax. Vor allem Spekulationen über Fusions- und Übernahmeaktivitäten rund um die 2002 übernommene Dresdner Bank sowie meldepflichtige Zukäufe großer Investmentbanken beflügelten jüngst den Kurs des drittgrößten Dax-Werts.

„Die Allianz hat verschiedene strategische Optionen: Vom Verkauf nur des Investmentbankings über einen Komplettverkauf unter Beibehaltung einer Vertriebskooperation bis hin zu einem Tauschgeschäft“, sagt Stephan Kalb, Analyst von Sal. Oppenheim, der die Aktie als klaren Kauf einstuft. „Wie auch immer die Lösung aussieht, sie dürfte vom Markt positiv aufgenommen werden und den Wert der Allianz angesichts der aktuellen Bewertungen von Banken steigern“, schreibt Kalb in seiner letzten Empfehlung.

Auch Michael Huttner, Analyst von JPMorgan glaubt, die Banksparte sei für sich genommen mehr wert als die knapp 17 Mrd. Euro, die er als Unternehmenswert der Dresdner Bank innerhalb des Allianz-Konzerns errechnet hat. Zudem könnte die Dresdner Bank nach seiner Berechnung ihre ursprünglich für 2009 gesetzten Ertragsziele bereits 2008 erreichen. „Auch dank der Erträge der Dresdner Bank dürfte die Allianz in den Jahren 2008 und 2009 für je zwei Mrd. Euro Aktien zurück kaufen“, erwartet Huttner. Er errechnet für 2008 einen Gewinn je Aktie von 20,21 Euro, was einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp neun entspricht. Damit ist der JPMorgan-Analyst etwas optimistischer als das Gros seiner Kollegen, deren mittleres Kursziel bei 198 Euro liegt und die für 2008 ein KGV von im Schnitt zehn errechnen.

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