Im Vorfeld der internationaler Funkausstellung
Börsianer spekulieren auf Telekom-Deckungsrally

Telekom-"Aktionären" könnte eine Überraschung bevorstehen - besonders, wenn sie auf weitere Kursrückgänge der Aktie setzen.

HB DÜSSELDORF. Im Vorfeld von Internationaler Funkausstellung (IFA) und der Aufsichtsratssitzung mehren sich die Zeichen, dass zu viele Marktteilnehmer zu einseitig auf weiter schwache Telekom-Kurse gesetzt haben. Auch sei die Telekom-Aktie als "billiger Aktienkredit-Ersatz" überstrapaziert worden. Das Auflösen dieser Positionen könnte zum traumatischen Ereignis für Leerverkäufer werden - so wie einst bei Tui.

Aktuellen Anlass bieten die zahlreichen Medienberichte im Umfeld der IFA in Berlin und der Telekom-Aufsichtsratsitzung. Da letztere noch bis Samstag tagt, haben Spekulationen über Personalien bis dahin freie Hand. Auffallend ist hier, wie selbstverständlich Zeitungen und Fernsehsender die Möglichkeit eines "Ricke-Rücktritts" in den Raum stellen - dies allerdings ohne jeden Anhaltspunkt.

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Lediglich "Besorgnis über die schlechte Kursentwicklung der Aktie" wird immer wieder als Grund angeführt. Händler verweisen jedoch darauf, dass die Charts von France Telekom und anderen europäischen Telekomgesellschaften fast genauso aussehen. "Daran lässt sich erkennen, dass der gesamte Sektor Probleme hat - nicht nur ein einzelnes Unternehmen", sagt ein Händler. Sollte es sich dabei um das einzige Argument der Gegner Rickes handeln, könne es dieser leicht abschmettern; sein Posten als Konzernchef sei damit sicher. Die Rücktrittspekulationen entbehrten daher jeder Grundlage, heißt es. Auf eine Rücktritts-Rally a la Daimler mit über 10-prozentigem Tagesgewinn sollte nicht gesetzt werden.

Auch die Kursverluste vom Donnerstag sollten nicht überbewertet und als Zeichen einer weiteren Baisse missgedeutet werden. Wegen der Nachrichtenarmut habe sich der Markt auf das gesenkte Kursziel der Telekom eingeschossen. Die Credit Suisse hatte das Telekom-Ziel auf 10,50 nach 12,50 Euro gesenkt, damit jedoch nur die Aktionen anderer Institute nachvollzogen.

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