Immobilienbranche
Estavis wagt zweiten Anlauf für Börsengang

Die Berliner Immobilienfirma Estavis wagt einen zweiten Anlauf zum Sprung auf das Börsenparkett. Interessenten könnten zwischen voraussichtlich dem 27. und dem 29. März insgesamt rund 3,3 Millionen Aktien zeichnen.

HB FRANKFURT. Zwei Millionen der Papiere stammten aus einer Kapitalerhöhung, der Rest komme von Altaktionären, teilte die Firma in ihrem am Montag veröffentlichten Wertpapierprospekt mit. Die Erstnotiz im im stark regulierten Börsensegment Prime Standard sei für den 2. April geplant.

Eine Preisspanne für die angebotenen Aktien nannte Estavis zunächst nicht. Sie solle am Tag vor Beginn der Zeichnungsfrist bekannt gegeben werden. Laut Wertpapierprospekt peilt das Unternehmen aus dem Verkauf der zwei Millionen Aktien aus der Kapitalerhöhung einen Erlös von 50,5 bis 77 Millionen Euro nach Abzug der Emissionskosten an.

Estavis wollte ursprünglich im vergangenen Oktober an die Börse gehen, sagte die Emission aber noch vor Beginn der damaligen Zeichnungsfrist wieder ab. Firmenchef und Großaktionär Rainer Schorr hatte dies damit begründet, dass Estavis seine Preisvorstellungen nicht habe durchsetzen können.

Estavis kauft vor allem Wohnungen von Privatleuten auf, bündelt sie in sieben bis zehn Immobilien umfassende Portfolien und verkauft sie dann an institutionelle Anleger wie Versicherungen, vermögende Privatkunden oder börsennotierte Immobilienfirmen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2006 (Januar bis Juni) erzielte Estavis bei einem Umsatz von 44 Millionen Euro einen Nettogewinn von 4,7 Millionen Euro.

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