Immobilienmarkt
Alstria auf dem Weg in den MDax

Der Büroimmobilieninvestor gibt zehn Millionen neue Aktien aus. Gleichzeitig verringert Großaktionär Captiv seinen Anteil.
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Düsseldorf Der Immobilieninvestor Alstria Office, spezialisiert auf deutsche Bürohäuser, gibt zehn Millionen neue Aktien aus. Auf Basis des gestrigen Kurses, der zeitweise um rund zehn Prozent auf 9,70 Euro sank, entspräche dies einem Emissionserlös vor Abzug von Nebenkosten von rund 97 Millionen Euro.

Alstria ist eine von Körperschaft- und Gewerbesteuer befreite Immobilien-AG, ein sogenannter Reit. Die Hamburger waren vor vier Jahren vom französischen Finanzinvestor Captiva für 16 Euro je Aktie an die Börse gebracht worden. Hinter dem Fonds steht Natixis, die Investmentbank der französischen Sparkassen.

Großaktionär Captiva kündigte gestern an, bis zu 19,2 Millionen Aktien zu verkaufen. Dadurch wird der aktuell rund 56 Prozent betragende Anteil des Private-Equity-Fonds auf etwa 20 Prozent sinken. Die Aktien sollen bei institutionellen Anlegern platziert werden.

Captiva macht so den Weg für einen Aufstieg der SDax-Firma in den MDax frei. Denn der Streubesitz wird von 44 auf rund 80 Prozent steigen. "Die Aufnahme in den MDax rückt damit in greifbare Nähe", sagte Alstria-Sprecher Ralf Dibbern. Um in den MDax aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen bei den Kriterien Marktkapitalisierung und Börsenwert des Streubesitzes mindestens Rang 60 erreichen. Bei der Marktkapitalisierung werde Alstria etwa auf Platz 45 klettern, sagte Dibbern. Der Sprecher geht davon aus, dass sich mit dem fast verdoppelten Streubesitz auch die Börsenumsätze, die derzeit im Schnitt nur 350000 Euro am Tag betragen, verdoppeln werden.

Zuletzt war die Deutsche Wohnen im Dezember 2010 als viertes Immobilienunternehmen in den MDax eingezogen.

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