Immobilienverwalter Corestate

Ralph Winter bringt noch mehr Beton an die Börse

Die Liste von Immobiliengesellschaften an der Börse wird immer kleiner. Doch jetzt wagt der „Dieter Bohlen der Finanzinvestoren“ den Sprung aufs Parkett: Mit Aktien seiner Corestate will er 100 Millionen Euro einsammeln.
Corestate hat seinen Börsengang angekündigt. Quelle: dpa
Immobilienkonzern

Corestate hat seinen Börsengang angekündigt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Zettel mit börsennotierten Immobiliengesellschaften soll kürzer werden: Alstria schluckt Deutsche Office, Deutsche Wohnen die LEG, Fair Value schließt sich mit Demire zusammen. Damit fallen drei weg, aber jetzt kommt eine nach: Corestate. Ralph Winter, der Mann hinter Corestate – in der Branche bekannt als „Dieter Bohlen der Finanzinvestoren“ –, bringt den von ihm gegründeten Schweizer Immobilienvermögensverwalter an die Börse. 100 Millionen Euro will die Gesellschaft nach einer Kapitalerhöhung damit einspielen.

Darüber hinaus wollen einige Altaktionäre Kasse machen und damit den Streubesitz über 50 Prozent hieven. Winter und Mitgründer Thomas Landschreiber halten 64,2 beziehungsweise 6,7 Prozent der Anteile der Gesellschaft. Ein weiteres 28,1 Prozent großes Paket hält die börsennotierte Schweizer Immobiliengesellschaft Intershop. Die Aktien sollen an der Frankfurter Börse notiert werden.

Die Traumhäuser der Superreichen
Xanadu in Seattle (USA)
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110 Millionen Euro soll das Anwesen Xanadu in Seattle wert sein. Bill Gates hat es sich hier gemütlich gemacht. Der Pool des Hauses verfügt über ein Unterwasser-Musiksystem, das Fitnessstudio ist 232 Quadratmeter groß, und die Bibliothek hat einen gewölbten Leseraum.

Blossom Estate in Palm Beach (USA)
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Eigentümer des Blossom Estate ist der Hedgefonds-Titan Ken Griffin. Der Kaufpreis des Anwesens betrug laut dem Magazin Forbes im Jahr 2012 130 Millionen US-Dollar. Der Amerikaner kaufte gleich vier nebeneinander stehende Gebäude, sodass er drei Hektar Land (32.375 Quadratmeter) direkt am Ozean sein Eigen nennen kann.

Ellison Estate in Kalifornien (USA)
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Das Anwesen von Oracle-Gründer Larry Ellison ist japanisch geprägt: Neben einem Teich voller Koi-Karpfen soll es ein Teehaus und auch ein Badehaus enthalten. Der Wert der Immobilie liegt bei ungefähr 182 Millionen Euro.

Penthouse am Hyde Park in London (England)
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Das ist eine der teuersten Wohnadressen der Welt. Das Penthouse am Hyde Park in London ist 201 Millionen Euro wert und gehört dem Ukrainer Rinat Achmetow. Dieser kann sich nicht nur auf einen 24-Stunden-Butler-Service verlassen, sondern auch auf extreme Sicherheitsvorkehrungen: Das Haus ist mit kugelsicheren Fenstern ausgestattet und hat auch einen eigenen Panic-Room.

Kensington Palace Gardens in London
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Eigentümer der Villa in der Straße Kensington Palace Gardens in London ist der indische Milliardär Lakshmi Mittal. 202 Millionen Euro hat er für das Haus mit zwölf Schlafzimmern gezahlt. Die Adresse gilt als eine Top-Location weltweit. Dabei hat die Straße eine nicht besonders rühmliche Vergangenheit: Während des Zweiten Weltkrieges befand sich dort „London Cage” („Londoner Käfig”), ein Verhörzentrum der britischen Regierung.

Fair Field in Sagonapack (USA)
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226 Millionen Euro ist die luxuriöse Anlage an der Atlantikküste des US-Bundesstaats New York wert. Auf 10.000 Quadratmetern Wohnfläche wohnen der Unternehmer Ira Rennert und seine Familie. Sie haben ein 28 Meter langes Esszimmer, 39 Badezimmern und diversen Sportanlagen.

Witanhurst in Highgate (England)
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Zwischen 1913 und 1920 wurde Witanhurst von dem englischen Seifen-Mogul Arthur Crosfield erbaut. Es besitzt eine Gesamtfläche von 90.000 Quadratmetern, die über 65 Zimmer verteilt sind. Vor allem der Keller des Anwesens erlangte Berühmtheit. Dieser soll zwei Geschosse tief in den Untergrund ragen.

Mit dem frischen Geld will Winter am Immobilieninvestmentmarkt weiter Gas geben. Außerdem soll die höhere Eigenkapitalausstattung es erleichtern, Kaufgelegenheiten wahrzunehmen, in dem die Objekte zunächst auf die eigene Bilanz gekauft werden, bevor Großanleger dafür Geld geben. Seit der Gründung im Jahr 2006 realisierten die Schweizer Transaktionen im Volumen von fünf Milliarden Euro, davon allein eine Milliarde im vergangenen Jahr, primär in Deutschland.

Aktuell verwaltet Corestate Wohn- und Gewerbeimmobilien im Wert von 1,4 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz sei von 2012 bis 2014 jährlich um 42 Prozent gestiegen, der Konzernjahresüberschuss habe sich um das 2,3-fache erhöht, meldet die Gesellschaft. Für 2014 wird ein operativer Gewinn (Funds from Operations, abgekürzt FFO) von 14,6 Millionen Euro genannt. Es wird eine Dividende von 60 bis 70 Prozent des FFO in Aussicht gestellt.

Corestate hält kaum eigene Gebäude
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