Index-Umbau
Dax-Aufsteiger rutschen ins Minus

Die Aktien von Fresenius und Hannover Rück spielen demnächst in der ersten Börsenliga. Am Mittwochabend hatte die Deutsche Börse bekanntgegeben, dass die beiden Titel zum 23. März in den Dax aufsteigen. Die Kurse der Aktien des Gesundheitskonzerns und des Rückversicherers konnten davon allerdings kaum profitieren.

HB FRANKFURT. Mit einem Abschlag von 0,4 Prozent hielten sich die Papiere von Fresenius nur etwas besser als der Gesamtmarkt, der Kurs von Hannover Rück fiel um gut zwei Prozent. "Sehr gute Nachrichten für Fresenius und Hannover Rück, der Bekanntheitsgrad der Titel wird steigen", urteilte jedoch Analyst Christian Kahler von der DZ Bank. Einige Investoren müssten nun neue Positionen aufbauen, bevor die Änderungen Ende März wirksam würden. "Kurzfristig könnten jedoch viele Investoren den Indexaufstieg als Argument für Gewinnmitnahmen nutzen", ergänzte der Analyst.

Geradezu euphorisch reagierten die Investoren dagegen auf den baldigen Wechsel von Rational in den Nebenwerteindex MDax. Die Papiere des Großküchenausrüsters, die zurzeit noch im Kleinwerteindex SDax notiert sind, kletterten in der Spitze um knapp zehn Prozent auf 71,90 Euro. Im weiteren Verlauf bröckelten die Kursgewinne allerdings wieder etwas ab.

Weniger deutlich fiel die Reaktion bei den anderen Auf- und Absteigern aus. Die Veränderungen hätten nicht überrascht, sagten Börsianer. Die Papiere von Infineon und der Postbank, die Ende März den Dax verlassen müssen, verloren drei beziehungsweise 2,8 Prozent. Beide Werte hatten die Anforderungen für die Marktkapitalisierung nicht mehr erfüllt. Die Kursverluste der beiden Aktien erklärten Händler aber nicht nur mit der Ankündigung des Dax-Abstieges, vielmehr stand der gesamte Aktienmarkt am Donnerstag unter Druck.

Im Minus lagen auch die Aktien von Manz Automation, die um knapp fünf Prozent fielen. Manz muss seinen Platz im Technologieindex TecDax für Infineon räumen. Die Papiere des MDax-Absteigers Aareal Bank verloren 5,6 Prozent. In den MDax steigt ElringKlinger auf, die Papiere des Autozulieferers gaben trotzdem um 2,4 Prozent nach. Ein Kursplus von gut zwei Prozent verbuchten dagegen die Aktien des künftigen SDax-Mitglieds Cewe Color.

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