Infineon-Speicherchipsparte
Anzeichen für baldigen Qimonda-Börsengang

Die Anzeichen für einen Börsengang der Infineon-Speicherchipsparte noch in diesem Sommer verdichten sich.

HB MÜNCHEN. Die Berliner Freiverkehr Aktien AG hat bereits am 26. April einen Antrag gestellt, demzufolge die Papiere der Qimonda AG mit der Wertpapierkennnummer A0CBER und der ISIN DE000A0CBER8 voraussichtlich ab dem 22. Juni an der Berliner Börse gelistet sein werden. Dies geht aus einer Meldung auf der Internetseite der Berliner Börse hervor.

„Dieses Datum ist allerdings nicht verbindlich“, erklärte eine Sprecherin der Berliner Börse Dow Jones Newswires. Das IPO könne sich auch gut noch um ein paar Wochen nach hinten verschieben. Makler stellten einen solchen Antrag, um sich im Falle eines IPOs die Skontroführerschaft für die Regionalbörse zu sichern.

Allerdings müssten sie zuverlässige Indikationen über den Zeitpunkt des Börsengangs haben und auch nachweisen. Sollten die entsprechenden Aktien, die für den Börsengang vorgesehen sind, dann für die Heimatbörse ordnungsgemäß zugelassen sein, könne am gleichen Tag der Handel an der Regionalbörse beginnen. Auf Anfrage bei Berliner Effekten hieß es von einem Sprecher, dass das Datum derzeit überprüft werde.

Ein Sprecher von Infineon sagte, dass über einen Börsengang von Qimonda immer noch keine Entscheidung gefallen sei, ein IPO aber weiterhin die bevorzugte Option bleibe. Der Infineon-CEO Wolfgang Ziebart hatte auf der Pressekonferenz, auf der der Name Qimonda vorgestellt wurde, erklärt, dass letztlich der Aufsichtsrat über das IPO entscheiden werde.

Aus dem Umfeld des Unternehmens war schon vor längerer Zeit durchgesickert, dass der Aufsichtsrat am 10. Mai tagt. Offiziell wollte das Unternehmen den Termin nie bestätigen. Die Zeitung „Die Welt“ hatte zudem am Morgen vermeldet, dass in der Sitzung des Aufsichtsrats noch kein Termin für den Börsengang festgelegt werden dürfte. Ein Infineon-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

Als Heimatbörse wurde zuletzt immer wieder die Nasdaq oder die NYSE ins Spiel gebracht. Nach Informationen von Dow Jones Newswires wird Infineon derzeit von der Citigroup beraten, die auch die ADRs des Unternehmens in den USA betreut. Beobachter werten dies als wichtiges Indiz dafür, dass es für Qimonda in Richtung USA geht. Ziebart hatte immer wieder erklärt, dass das IPO im Falle eines Listings außerhalb von Deutschland erfolgen soll.

Der CEO von Qimonda, Kin Wah Loh, hatte am Montag in einem Interview mit der Zeitung „Straits Times“ auch Singapur und Hongkong als mögliche Börsen für das geplante Listing ins Spiel gebracht. Ihm zufolge soll die Erstnotiz in den kommenden Wochen erfolgen und eine Entscheidung sehr bald fallen.

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