Aktien
Infineon starten fest - Auftrag für Xbox - Gute US-Vorgaben

Infineon-Aktien haben am Dienstag von einem Microsoft-Auftrag und positiven Vorgaben für Chipwerte aus den USA profitiert. Die Aktien von Europas größtem Chiphersteller verteuerten sich bis gegen 9.55 Uhr an der Dax-Spitze um 2,08 Prozent auf 7,87 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Infineon-Aktien haben am Dienstag von einem Microsoft-Auftrag und positiven Vorgaben für Chipwerte aus den USA profitiert. Die Aktien von Europas größtem Chiphersteller verteuerten sich bis gegen 9.55 Uhr an der Dax-Spitze um 2,08 Prozent auf 7,87 Euro. Der Leitindex stieg zugleich um 0,22 Prozent auf 4 822,93 Punkte.

Händler sahen den Auftrag positiv, warnten aber vor einer Überbewertung. Am Markt werde über eine Größenordnung von lediglich rund zehn Mill. Dollar gesprochen. Der Händler einer US-Investmentbank sprach von einem "Non-Event". Dennoch sei der Auftrag positiv für die Stimmung für die Aktie, die auch von guten Vorgaben aus den USA gestützt werde. Der Philadelphia-Semiconductor-Index (SOX) als Barometer der Chipbranche hatte am Vorabend 1,34 Prozent auf 470,25 Punkte zugelegt und nahe dem Tageshoch geschlossen.

JP Morgan sieht durch den Xbox-Auftrag zwar eine positive Wirkung auf die durchschnittlichen Verkaufspreise (ASP), eine materiell positive Veränderung sei aber nicht zu erwarten. Hierfür müsste der Einstieg in andere Segmente gelingen, so die Experten. Dieser sei bisher nicht zu sehen. Die Analysten senkten ihr Kursziel von 8,00 auf 7,50 Euro, das Urteil bleibt "Underweight".

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte Infineon-Aktien nach dem Auftrag von Microsoft mit "Outperformer". Analyst Thomas Hofmann sprach von einem "Achtungserfolg" für die Münchener. Jedoch "dürfte der harte Wettbewerb aber auch bei diesem Geschäft keine hohen Auswirkungen auf das Konzernergebnis bewirken". Merck Finck & Co beurteilte die Nachricht mit einem ähnlichen Tenor. "Für das Image von Infineon ist dieser Großauftrag gut", sagte Analyst Theo Kitz am Dienstag auf Anfrage. "Ich bin aber skeptisch, was die Gewinnmargen für Infineon betrifft."

Infineon hat einen Auftrag vom US-Softwarekonzern erhalten und wird für dessen neue Spielekonsole Xbox 360, deren zweite Generation am 24. November 2005 an den US-Markt gebracht wird, drei verschiedene Halbleiter liefern. Über den finanziellen Umfang des Auftrags wurde Stillschweigen vereinbart.

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