Aktien
Infineon und Epcos nach Intel-Zwischenbericht unter Druck

Belastet von schlechten Vorgaben des weltgrößten Chipherstellers Intel sind Infineon-Aktien und die Titel des Bauelemente-Herstellers Epcos am Freitag unter Druck geraten. Infineon verloren bis gegen 9.40 Uhr 3,20 % auf 7,87 €, während der DAX 0,12 % auf 3 838,21 Punkte zulegte. Epcos gaben um 3,34 % auf 12,15 € nach, der Tecdax sackte um 1,05 % auf 467,12 Zähler ab.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von schlechten Vorgaben des weltgrößten Chipherstellers Intel sind Infineon-Aktien und die Titel des Bauelemente-Herstellers Epcos am Freitag unter Druck geraten. Infineon verloren bis gegen 9.40 Uhr 3,20 % auf 7,87 €, während der DAX 0,12 % auf 3 838,21 Punkte zulegte. Epcos gaben um 3,34 % auf 12,15 € nach, der Tecdax sackte um 1,05 % auf 467,12 Zähler ab.

"Der Quartalszwischenbericht von Intel belastet die Aktien", sagte ein Frankfurter Händler. Der weltgrößte Chiphersteller hatte nach US-Börsenschluss seine Prognosen für das laufende Quartal zurückgenommen. Nachbörslich hatte der Intel-Aktienkurs daraufhin fast acht Prozent verloren. Auch Altera hatte sich nachbörslich negativ zur Umsatzentwicklung im dritten Quartal geäußert.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz kündigte an, Halbleiter-Aktien nach dem enttäuschenden Zwischenbericht von Intel genauer unter die Lupe zu nehmen. "Da Intel dank der dominanten Marktstellung eine Signalfunktion zukommt, werden wir unser bisheriges Szenario auch mit Blick auf unsere Kursziele für 12/05 überprüfen", schrieb Analyst Thomas Hofmann in einem Kommentar.

Im Sommer hätten die Chippreise nicht die nötigen Wachstumsimpulse gegeben, schrieb Heino Ruland von der Steubing AG in einem Kommentar am Freitag. Dies habe Intel belastet. Angesichts der unveränderten Wachstumsprognose des Branchenverbands SIA von 28 % für 2004 biete dies Anlegern aber immerhin die Chance, günstig in den Sektor einzusteigen.

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