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Inflationsziel für US-Notenbank sinnvoll - Dresdner Bank

Die Einführung eines Inflationsziels für die US-Notenbank ist nach Einschätzung der Dresdner Bank sinnvoll.

dpa-afx FRANKFURT. Die Einführung eines Inflationsziels für die US-Notenbank ist nach Einschätzung der Dresdner Bank sinnvoll. Die feste Verankerung von Inflationserwartungen könne von vornherein die Gefahr ausschließen, dass die reichliche Liquiditätsversorgung der letzten Jahre zu einer Verfestigung höherer Preissteigerungsraten führt, schreibt Volkswirt David F. Milleker in einer am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Analyse. Durch eine möglicherweise steigende Umlaufgeschwindigkeit des Geldes könne ein höherer Inflationsdruck entstehen.

Das Inflationsziel müsste jedoch mittelfristig festgesetzt werden, da die Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA sehr deutlich auf die Konjunktur reagiere, schreibt Milleker. Rein zyklische Effekte dürften hingegen keine Rolle spielen.

Ein Inflationsziel stehe auch nicht im Widerspruch zum Mandat der US-Notenbank sowohl die Preisstabilität als auch die Beschäftigung zu erhöhen, schreibt Milleker. "Denn mit fest verankerten Inflationserwartungen wird der Spielraum der Geldpolitik, auf konjunkturelle Schwankungen mit Zinsänderungen zu reagieren, eher größer als kleiner", schreibt Milleker. In Zeiten von Deflationsgefahren würde ein strategisches Inflationsziel aufkommende deflationäre Erwartungen von vornherein bekämpfen.

Die US-Notenbank hatte sich auf ihrem jährlichen Strategietreffen im Februar mit der Einführung eines Inflationsziels beschäftigt. Hintergrund ist laut Milleker der im Januar 2006 bevorstehende Abgang von US-Notenbankchef Alan Greenspan.

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