Insider-Barometer
Diese Aktien kaufen die Insider

An den Börsen kann immer öfter die Kurzlebigkeit von Trends beobachtet werden. Das verunsichert nicht nur die Privatanleger, sondern auch die Top-Manager. Ein paar größere Aktienkäufe gab es zuletzt trotzdem.
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FrankfurtDeutschlands Top-Managern ist die Lage an den Finanzmärkten mehr und mehr suspekt. Schließlich dominieren dort seit Wochen Aussagen der Notenbanker und mögliche neue Rettungsmaßnahmen für die Euro-Südländer das Geschehen. Desillusioniert nehmen die Firmenlenker hin, dass Nachrichten aus ihren Unternehmen im Moment die Kurse an den Börsen nur wenig bewegen können.

"Unternehmenslenker und realwirtschaftliche Rahmenbedingungen stehen weiter eher im Hintergrund", sagt Professor Olaf Stotz, der an der Frankfurt School das Geschehen rund um die Aktienkäufe der Insider beobachtet. Und deren Anlageverhalten hat sich in den vergangenen Wochen verändert. Bei der vorherigen Erhebung vor zwei Wochen fielen die Verkäufe sehr hoch aus, diesmal waren sie im langfristigen Vergleich eher niedrig. Dafür stiegen Anzahl und Volumina der Käufe.

Letztlich fällt auf, dass bei den Unternehmensinsidern die Stimmung ebenso schwankt wie bei den übrigen Investoren. Das Insider-Barometer, das das Aachener Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt berechnet, ist jedenfalls wieder auf 119 Punkte gestiegen. Bei der vorherigen Erhebung lag es bei 105 Zählern.

Ab einem Niveau über 110 Punkten gibt das Barometer den Anlegern gewöhnlich ein Kaufsignal. Diesmal relativiert Stotz allerdings: "Trotz des Barometer-Anstiegs lässt sich noch keine Trendwende erkennen", resümiert er. Für den Aktienmarkt bedeutet das eine weitere Seitwärtsbewegung, wenn auch wie zuletzt bei deutlich stärkeren Schwankungen.

Zumindest bei den Einzeltiteln lassen sich klare Tendenzen abzeichnen. Der mit Abstand größte Kauf kam wieder einmal vom westfälischen Modeunternehmen Gerry Weber. Nachdem es bei dem Dauergast auf der Insiderliste in den vergangenen zwei Monaten ruhig gewesen war, hat die Familie des Gründers Gerhard Weber nun für knapp eine halbe Million Euro Aktien gekauft. Die 32,11 Euro je Aktie, die man diesmal ausgeben musste, sind zwar nicht mehr günstig. Aber der Höhenflug der Aktie hält an, und Analysten haben zuletzt ihre Prognosen nach oben revidiert. So erhöhten zuletzt am Freitag die Experten der Großbank HSBC ihr Kursziel von 31 auf 35 Euro.

Auf der Verkaufsseite häufen sich mittlerweile die Veräußerungen beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport. Der jüngste Insiderverkauf war bereits der neunte seit Mai. Was Anleger stutzig macht, lässt Analysten gelassen. So loben die Experten von Commerzbank Wealth Management die durch den Flughafenausbau deutlich besseren langfristigen Perspektiven für Fraport.

Kommentare zu " Insider-Barometer: Diese Aktien kaufen die Insider"

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  • Leider wird auch im Handelsblatt die Qualität der Artikel immer schlechter und die Themen sind ein Sammelsurium.Was hat z. B. Sport im Handelsblatt zu suchen?
    Wenn ich an die "fachkundigen" Empfehlungen für den Kauf von Bankaktien von Otte im Jahre 2006 denke!! Hocherfolgreich!!! Insider heißt da wohl, er ist drinnen und er nimmt das Außen nicht wahr.
    Der Herr Professor ist selbsternannter Guru, ist als Fachhochschullehrer vor Ort wohl wenig erfolgreich und und entsprechend frustiert und tingelt so durch die Finanzboulewardwelt.
    Am meisten stört mich, daß man solche Beamte auch noch hoch alimentieren muß.

  • Besser den Platz leer lassen als solch einen Beitrag.

  • müsste heissen: die lieblingsaktien von Crash-otte.

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