Insider-Barometer
Insider erwarten Kursgewinne

Der Dax steht auf dem höchsten Stand seit dem Sommer 2008, Deutschlands Top-Manager sehen aber noch immer keinen Grund, sich in großem Stil von Aktienpaketen ihres Unternehmens zu trennen. "In der Summe lassen die Transaktionen der vergangenen beiden Wochen weiter auf ein leicht positives Bild für den Aktienmarkt schließen", sagt Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) in Aachen.
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FRANKFURT. Gemeinsam mit Commerzbank Wealth Management errechnet die Fifam aus den Kauf- und Verkaufsorders der Unternehmensinsider, die diese an die Börsenaufsicht BaFin melden müssen, das Insider-Barometer. Das ist in den vergangenen beiden Wochen um drei Punkte auf 115 Zähler gestiegen. Ab 110 Punkten beginnt der Bereich, der für eine weitere Kaufneigung spricht. Dennis Nacken von Allianz Global Investors sieht dafür derzeit mehrere Gründe: Die US-Notenbank hat in der vergangenen Woche weiter ihre Geldpolitik gelockert. Damit ist noch mehr Liquidität am Markt als ohnehin schon. Außerdem sind die Bewertungen von Aktien moderat.

Bei Börsenneuling Kabel Deutschland wird verkauft

Die mit Abstand größte Order kam von Verkaufsseite. Bei Börsenneuling Kabel Deutschland hat sich ein Aufsichtsrat über eine Beteiligungsgesellschaft von Papieren im Wert von über sieben Millionen Euro getrennt. Nach aktuellem Stand hat er die rund 257000 Papiere zum Kurs von 27,50 Euro zu früh verkauft. Am Freitag waren Aktien von Kabel Deutschland schon über 33 Euro wert. Der rasante Aufstieg des Börsenneulings - die Erstnotiz erfolgte erst im März zum Kurs von 22 Euro - soll Analysten zufolge noch nicht zu Ende sein. Dimitri Kallianiotis von der Citigroup hat erst vergangene Woche sein Kursziel für die Aktie von 32 auf 40 Euro nach oben gesetzt und begründet dies mit den weiterhin hohen Wachstumsraten.

Die größte Kauforder im Volumen von über 3,5 Mio. Euro kam vom Spezialchemie-Hersteller H&R Wasag. Zu 19,95 Euro hat ein Aufsichtsrat dort über eine Beteiligungsgesellschaft Aktien gekauft. Am Freitag kosteten die schon 22,30 Euro. Sehr viel mehr trauen Analysten der Aktie nicht mehr zu. Am optimistischsten ist Alexandra Roche von der Berenberg Bank. Ihr Kursziel liegt bei 25 Euro.

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