Insider-Barometer
Insider handeln verstärkt eigene Aktien

Die Zahl der Transaktionen von Deutschlands Top-Managern mit eigenen Aktien hat ein neues Jahreshoch erreicht. Dabei überstiegen die Zahl der Käufe die der Verkäufe deutlich. Dennoch ist das Insider-Barometer etwas gesunken. Bei einem Wert investierten Insider nach einer langen Talfahrt mehr als elf Millionen Euro.

DÜSSELDORF. Deutschlands Top-Manager handeln verstärkt mit eigenen Aktien. "Im Vergleich zur letzten Woche hat die Aktivität der Insider noch einmal deutlich zugelegt. Die Zahl der Gesamttrades befindet sich auf einem neuen Jahreshoch", sagt Manuel Schüssler vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam). Das Institut berechnet gemeinsam mit der Commerzbank wöchentlich das Insider-Barometer exklusiv für das Handelsblatt.

Das Barometer notiert bei 162,65 Punkten, rund sieben Punkte tiefer als im Vergleich zu letzten Analyse vor einer Woche. Damit weist der Indikator angesichts der weltweiten Unsicherheiten an den Aktienmärkten ein Kaufsignal aus. Zumal die Zahl der Käufe die der Verkäufe deutlich übersteigt. Allerdings gab es viele Käufe mit einem geringen Volumen.

Die Diskrepanz zwischen der generellen Stimmung am Aktienmarkt und der Einschätzung der Unternehmensinsider resultiert aus den unterschiedlichen Betrachtungsweisen. So fließen in die Beurteilung der aktuellen Börsenstimmung weitaus mehr Faktoren mit ein als bei Insidern, die ihre Anlageentscheidung vor allem auf die künftige Entwicklung ihres Unternehmen stützen. Statt sich auf Konjunktur und Weltwirtschaft, geopolitische Risiken und Wechselkursentwicklungen zu konzentrieren, nutzen sie ihren direkten Einblick ins Unternehmen für private Anlageentscheidungen. Da sie diese anschließend veröffentlichen müssen, lassen sich für die breite Masse der Anleger daraus Schlüsse zur Entwicklung des Aktienkurses ableiten.

Bei den Verkäufen war die Transaktion bei der VEM Aktienbank auffällig. Die beiden Vorstände und zugleich Großaktionäre der Bank, Andreas Beyer und Erich Pfaffenberger, haben ihren 30-prozentigen Anteil für mehr als 18 Millionen Euro an die Computershare Beteiligungs GmbH & Co. KG veräußert.

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