Insider-Barometer: Insider kaufen nach dem Kurssturz

Insider-Barometer
Insider kaufen nach dem Kurssturz

Nach dem Crash auf Schnäppchenjagd gehen – das scheint die Devise vieler Top-Manager zu sein. Nachdem der Dax innerhalb von nur einer Woche mehr als zehn Prozent seines Wertes verloren hatte, kauften Firmeninsider verstärkt Aktien der eigenen Unternehmen – bei einem Handelskonzern kaufte gleich die halbe Familie.

DÜSSELDORF. Im Vergleich zur letzten Analyse hat das Insider-Barometers um rund 16 Punkte zugelegt und liegt derzeit bei 164,81 Punkten. So hoch notierte das Barometer zuletzt im November des vergangenen Jahres, wie das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking exklusiv für das Handelsblatt berechnet hat.

Dass die Insideraktivitäten stark gestiegenen sind, lässt sich sowohl an der Zahl als auch am Volumen der Transaktionen ablesen. Beide Kennzahlen sind höher als in der Vorwoche. Wobei die Anzahl der Insiderkäufe die der Verkäufe deutlich übersteigt. "Für die letzten sechs Geschäftstage verzeichnen wir lediglich einen einzigen Verkauf", sagt Christian Rouette, Geschäftsführer des Instituts für Kapitalmarktforschung Camaraix in Frankfurt.

Unter den Top-Käufen ragt die Douglas Holding heraus. Hier haben sowohl der Aufsichtsratsvorsitzende Jörn Kreke als auch sein Sohn Henning Kreke, der Vorstandsvorsitzende, Aktien des eigenen Unternehmens erworben.

Zuerst kaufte der Sohn 25 000 Aktien zum Preis von 34,92 Euro. Der Vater kaufte einige Tage später. Er erwarb 33 900 Aktien zum Preis von 33,49 Euro pro Stück und dann am Tag darauf 6 842 Aktien zum Preis von 31,25 Euro. Auffällig ist, dass Jörn Kreke seit November 2007 verstärkt eigene Aktien gekauft hat, insgesamt schlug er zwölfmal zu.

Auch die Analysten von M.M. Warburg stufen die Aktie als gute Geldanlag ein. Am 21. Januar bestätigten sie die Aktien von Douglas mit "Buy" und einem Kursziel von 42 Euro. Das laufende Geschäftsjahr habe bislang einen positiven Umsatztrend signalisiert, hieß es in einer Studie am Montag. Zudem dürfte der Gewinn je Aktie im zweistelligen Prozentbereich zunehmen und die Dividende werde höher ausfallen.

Die UBS hat die Douglas -Aktie dagegen am gleichen Tag von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 50 auf 37 Euro gesenkt. Das Einzelhandelsunternehmen habe ein schwaches Weihnachtsgeschäft gemeldet und ein niedriger als bislang erwartetes Gewinnziel für 2008 veröffentlicht, schrieb Analyst Andreas von Arx in einer Studie.

Seite 1:

Insider kaufen nach dem Kurssturz

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%