Insider-Barometer
Manager halten sich zurück

Der Deutsche Aktienindex hat zuletzt zumindest kurz wieder die Marke von 5 000 Punkten geknackt, doch Deutschlands Top-Manager schert das wenig. Die Zahl der Insider-Käufe ist in den letzten beiden Wochen auf den niedrigsten Stand seit Februar 2007 gesunken. Insider misstrauen der Erholung und kaufen weniger Aktien ihres Unternehmens.

FRANKFURT. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), an die Vorstände und Aufsichtsorgane in Deutschland Käufe und Verkäufe von Aktien der eigenen Firmen melden müssen, verzeichnete in den vergangenen beiden Wochen nur 21 Käufe. Dem gegenüber standen allerdings auch nur sechs Verkäufe, so dass die Bilanz weiter positiv ist.

„Die Kurse an den Aktienmärkten sind zuletzt recht schnell gestiegen, das stimmt die Insider vorsichtiger“, sagt Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School of Finance. Zudem mache sich aber auch die Ferienzeit bemerkbar, in der sich die Insider offensichtlich weniger mit ihren eigenen privaten Finanzen beschäftigten.

Insgesamt ist das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der Uni Aachen alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Private Wealth Management für das Handelsblatt berechnet, auf 107,82 Punkte gefallen. Damit rangiert es erstmals seit gut einem Jahr wieder im neutralen Bereich. Der liegt bei 90 bis 110 Punkten und signalisiert auf Sicht von drei Monaten weder besonders stark steigende noch besonders stark fallende Kurse.

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