Insider-Barometer
Manager ignorieren die Krise

Die deutschen Aktienindizes sind zuletzt kräftig gefallen. Nach der Beinahe-Pleite der US-Bank Bear Stearns herrschte vorübergehend Panik an den Börsen. Die Firmeninsider stört das anscheinend nicht. Sie kaufen weiter kräftig Aktien ihres Unternehmens.

HB DÜSSELDORF. Das Insider-Barometer liegt aktuell bei 189,57 Punkten und damit in etwa auf dem Niveau der Vorwoche (189,84 Punkte), wie die aktuelle Auswertung des Forschungsinstituts für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking zeigt.

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Handelsvolumina kräftig gestiegen, sowohl bei den Käufen als auch bei den Verkäufen. „Dabei übersteigt die Anzahl der Käufe die der Verkäufe weiterhin deutlich“, sagt Christian Rouette, Geschäftsführer des Instituts für Kapitalmarktforschung Camaraix in Frankfurt.

Ganz oben auf der Einkaufsliste standen die Aktien von Heidelbergcement. Aufsichtsrat Adolf Merckle orderte Papiere im Volumen von 600 Mill. Euro. Allerdings handele es sich hierbei lediglich um eine Depotumschichtung, wie Bernd Scheifele, Vorstandschef bei Heidelbergcement am Berichtstag bei der Bilanzvorlage sagte. Die von Großaktionär Merckle kontrollierte Spohn Cement GmbH verkaufte insgesamt rund 5,7 Mill. Aktien außerbörslich zu einem Kurs von 105,11 Euro je Aktie an die VEM Vermögensverwaltung, die ebenfalls von Merckle konntrolliert wird.

Die größte Verkaufsposition der Liste: Die Hamburger Quantum Unternehmensbeteiligung GmbH & Co der Aufsichtsräte Harald Schröder, Herbert Knahl und Frank Nörenberg AMG Invest hat ihre Anteile an Graphit Kropfmühl an die AMG Invest GmbH verkauft. Der Preis lag bei 18,25 Euro je Aktie. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Nach Abschluss des Deals wird AMG Invest insgesamt 62,3 Prozent der Graphit-Krophmühl-Aktien besitzen. Außerdem hat AMG Invest angekündigt, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zur Komplettübernahme von Graphit Kropfmühl abzugeben. Der Preis pro Aktie soll ebenfalls 18,25 Euro pro Aktie betragen.

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