Insider-Barometer
Manager sind optimistisch

Deutschlands Top-Manager haben bei den Aktien ihrer Unternehmen in den vergangenen Wochen zwar nicht allzu oft zugegriffen – aber wenn, dann in großem Stil. Viele prominente Namen aus Dax-Unternehmen sind darunter. Unter dem Strich lässt sich aus dem Verhalten der Firmeninsider weiterhin eine positive Beurteilung der künftigen Börsenentwicklung ableiten. Das Insider-Barometer.

FRANKFURT. Das geht aus den Daten des Forschungsinstituts für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen hervor, das alle zwei Wochen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking das Insider-Barometer exklusiv für das Handelsblatt berechnet.

Eine Reihe von Mega-Orders – oft von prominenten Namen aus Dax-Konzernen – finden sich sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite. Den alles überragenden Deal gab es jedoch bei den mittelgroßen Werten aus dem MDax. Beim Hannoveraner Finanzdienstleistern AWD verkauften sieben Personen, darunter Gründer und Vorstandschef Carsten Maschmeyer, Aktien im Wert von fast 232 Mill. Euro. Grund zur Beunruhigung brauchen AWD-Aktionäre dennoch nicht zu haben. Die insgesamt sieben Vorstände, Aufsichtsräte und Familienmitglieder haben schlicht das Übernahmeangebot von Swiss Life angenommen. „Diese Verkäufe dürfen nicht wie herkömmliche Insider-Verkäufe betrachtet werden, die oft als negatives Signal für eine Aktie gelten“, sagt Olaf Stotz von der Fifam.

Deswegen hat der Mega-Verkauf das Insider-Barometer auch nicht nach unten gezogen. Damit außergewöhnlich große Orders nicht zu extremen Ausschlägen führen, haben die Experten eine Kappungsgrenzen von einer Million Euro bei Käufen und fünf Millionen Euro bei Verkäufen eingezogen. Stattdessen rangiert das Insider-Barometer wie vor zwei Wochen auf dem Rekordniveau von rund 190 Punkten, was weiterhin den schier grenzenlosen Optimismus im Lager der Top-Manager im Hinblick auf ihre eigenen Aktien unterstreicht. Insgesamt ist die Handelsaktivität in den insgesamt 160 Unternehmen aus Dax, MDax, TecDax und SDax zuletzt jedoch auf beiden Seiten zurück gegangen. „Verkäufe gibt es so gut wie keine, was verdeutlicht, dass die Manager kaum noch mit weiter fallenden Kursen rechnen“, sagt Olaf Stotz.

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