Insider-Barometer
Manager sind vorsichtig

Deutschlands Top-Manager haben die Kursverluste der vorletzten Woche genutzt, um in kleinem Umfang Aktien ihres Unternehmens zuzukaufen. Gleichzeitig haben die wenigen Unternehmensinsider, die verkauft haben, dies in großem Stil getan.

FRANKFURT. "Der Trend der vergangenen Wochen, dass Vorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige mit den steigenden Kursen vorsichtiger werden, ist aber weiterhin intakt", sagt Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School of Finance.

Das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management berechnet, hat seinen über Monate anhaltenden Abwärtstrend beendet und notiert aktuell mit 97 Punkten um fünf Punkte über dem Niveau von Ende August. Mahnte die Summe aus Aktienkäufen und-verkäufen, die die Manager an die Börsenaufsicht BaFin melden müssen, früher den Rest der Anlegerschaft noch zur Vorsicht, so kommt von dort jetzt eine neutrale Einschätzung zum Gesamtmarkt. "Die Luft ist inzwischen sehr dünn, durch die hohe Liquidität sind aber vielleicht noch ein paar Hundert Punkte im Dax drin", interpretiert Stotz das Verhalten der Manager.

Die auffälligsten Verkäufe kamen zuletzt - wie schon seit Wochen - von der Deutschen Bank. Nachdem sich Top-Manager in der zweiten Augusthälfte bereits von Aktien im Wert von rund 14 Mio. Euro getrennt hatte, kamen um den Monatswechsel weitere 4,8 Mio. Euro von insgesamt drei Unternehmensinsidern dazu. Der größte Posten geht mit knapp 2,5 Mio. Euro auf das Konto von Kevin Parker, Leiter des Bereichs Asset Management.

Seite 1:

Manager sind vorsichtig

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%