Insider-Barometer
Optimismus der Insider verliert an Schwung

Deutschlands Manager kaufen zwar weiterhin Aktien ihrer Unternehmen, doch nicht mehr so viele wie noch Anfang des Monats. Deshalb notiert das Insider-Barometer knapp unter dem Rekordhoch von Anfang Februar. Zudem übersteigt die Zahl der Verkäufe die der Käufe. In der Top-Kaufliste taucht ein altbekannter "Insider-Wert" auf.

DÜSSELDORF. Der wachsende Optimismus deutscher Insider verliert an Schwung. So lassen sich die Ergebnisse der aktuellen Analyse zusammenfassen. Aufgrund der hohen Aktivitäten in den vergangenen Wochen verbleibt das Barometer mit 184,60 Punkten auf einem sehr hohen Niveau und kann sogar noch leicht zulegen (+1,94 Punkte zur Vorwoche bzw. +1,31 Punkte im vierzehntägigen Vergleich). Das Insider-Barometer wird vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking exklusiv für das Handelsblatt berechnet.

Derzeit notiert das Barometer rund zwei Punkte unter dem Höchststand vom 8. Februar 2008, als es 186,69 Punkte erreicht hatte. Die Handelsaktivität hat sich auf relativ niedrigen Niveau eingependelt, insbesondere die Anzahl der Insiderkäufe ist etwas zurückgegangen. Dennoch übersteigen die Insiderkäufe die -verkäufe zahlenmäßig deutlich, volumenmäßig sind jedoch die Verkäufe höher. Berücksichtigt wurden in der Analyse alle von der Finanzaufsicht BaFin bis Mittwoch, (20. Februar) eingetragenen Transaktionen.

Wie bereits in den vergangenen Wochen taucht auch diesmal die Axel Springer AG in der Top-Kaufliste auf. Aufsichtsrätin Friede Springer hat erneut zugekauft, diesmal für rund vier Millionen Euro am 11. Februar. Seit Ende Januar hat sie Aktien im Wert von rund 8 Millionen Euro erworben und damit auch den Abwärtstrend der Aktie gestoppt. Das Wertpapier der Axel Springer AG hat sich seit einem Jahr mehr als halbiert - von 130 auf bis zu 60 Euro Ende Januar 2008. Doch seitdem ist die der Titel wieder auf über 80 Euro gestiegen.

Relativ zum Marktvolumen ist Q -Soft auf der Top-Liste der Käufe mit einem Volumen von 18 000 Euro. Das Software-Unternehmen aus Erfurt hat eine Marktkapitalisierung von rund einer Millionen Euro.

Auf der Verkaufseite ist der Medizintechnikgeräte-Hersteller World of Medicine die Nummer eins. Vorstandschef Peter Wiest hat mehr als eine Million Aktien des Unternehmens an die ATON GmbH und deren Hauptgesellschafter Dr. Lutz Helmig zu einem Preis von acht Euro verkauft. Dadurch hält nun die Aton GmbH nun mit 52,19 Prozent der Aktien die Mehrheit an der World of Medicine. Wiest bleibt nach Unternehmensangaben mit einem Anteil von 38,80 Prozent zweitgrößter Aktionär.

Die World-of-Medicine-Aktie notiert mit 10 Euro nur knapp unter dem Allzeithoch von 11,50 Euro. Das Wertpapier hat sich seit Anfang 2007 fast verfünffacht.



Insiderbarometer: Hinweis in eigener Sache


Der Index wird wöchentlich berechnet, betrachtet aber immer die Director´s Deals der vergangenen 14 Tage. Dadurch kann es bei der wöchentlichen Berichterstattung zu inhaltlichen Überschneidungen kommen.



Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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