Insider-Barometer: Top-Manager nutzen den Kursrutsch zum Aktienkauf

Insider-Barometer
Top-Manager nutzen den Kursrutsch zum Aktienkauf

Der Kursrutsch der vergangenen Wochen hatte drei Auslöser. Deutschlands Topmanager nahmen sie zum Anlass, nach langen Monaten der Zurückhaltung wieder bei den Aktien ihres Unternehmens einzusteigen.
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DüsseldorfNach langen Monaten der Zurückhaltung nutzen Deutschlands Topmanager die turbulente Lage der Weltpolitik und die fallenden Kurse, wieder bei den Aktien ihres Unternehmens einzusteigen. Der Grund dafür ist einfach: „Sie gehen davon aus, dass die Kursrückgänge Kaufgelegenheiten darstellen und sie von den aktuellen Konstellationen langfristig profitieren können“, sagt Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) in Aachen dem Handelsblatt.

Tatsächlich haben in den Tagen nach dem 11. März, als die große Flutwelle Japan überrollt hat, die vorher lange zu beobachtenden Verkäufe schlagartig nachgelassen. Dafür haben Anzahl und Volumina auf Kaufseite rapide zugenommen. Die Botschaft ist eindeutig: Ein längerfristiges Konjunkturrisiko sehen die Topmanager trotz der verheerenden Bilder aus den Krisenregionen nicht.

Das Insider-Barometer, das die Fifam alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt berechnet, ist zuletzt wieder von 89 auf 95 Punkte gestiegen. Zeigte es bisher ein Verkaufssignal für den gesamten Markt – der Bereich dafür beginnt unter 90 Punkten – so stellt es jetzt wieder einen neutralen Verlauf in Aussicht. Die Fifam-Experten werten dafür die Kauf- und Verkaufsorders von Vorständen und Aufsichtsräten aus, die diese an die Börsenaufsicht BaFin melden müssen.

Die größten Käufe gab es in den vergangenen beiden Wochen bei den beiden Dax-Konzernen Heidelberg Cement und Thyssen Krupp. Beim Wiederaufbau der Infrastruktur in Japan könnten sie besonders profitieren, glauben Analysten. Bei Heidelberg Cement hat die VEM Vermögensverwaltung, die der Familie Merckle nahesteht, für mehr als 4,5 Millionen Euro Aktien gekauft, bei Thyssen Krupp war es der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger, der mit rund 500.000 Euro eingestiegen ist.

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  • den schluß das es sich bei ihrem insider-barometer und dem dazugehörigen artikel um eine zitat von k.h.a."nichtnachricht" handelt ist für mich in keinster weise nachvollziehbar und ich schließe mich voll und ganz der beurteilung von kurt an. von meiner seite sei soviel gesagt, sinnvoll die info`s aus den von ihnen geschriebenen artikel verwendet haben diese mir breits einiges an sehr guten kursgewinnen eingebracht. herzlichen dank für diese sehr gute berichterstattung. bitte weiter so.

  • an k.h.a.:
    Sie verstecken sich hinter einem Pseudonym und nichtigen andere Meldungen. Sie müssen ein sehr frustiger Frusti sein!! Denken Sie einmal an jene, die "da erst hinein kommen wollen"...? Nun ja, wenn die soziale Luft ausgeht, ist es zu spät. Weil man vom ICH-ICH-ICH-Zeitgeist erfasst und wird und - nichts merkt. Im Tunnel rennt bis zur eigenen Auflösung. Sie haben nicht zugekauft?

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