Insider-Barometer: Top-Manager scheuen Aktienkäufe

Insider-Barometer
Top-Manager scheuen Aktienkäufe

Die deutschen Top-Manager sind verunsichert wegen der Euro-Krise. Zwar haben die Insider zuletzt wieder Aktien ihrer Unternehmen gekauft. Allerdings waren die Orders sehr viel kleiner als in früheren Zeiten.
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FrankfurtHalten sich Anleger die von vielen derzeit verbreiteten Horrorszenarien vor Augen, dann lassen sich die Konsequenzen an den Märkten noch immer als moderat bezeichnen. Der befürchtete Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone oder gar deren Zusammenbruch haben an den Aktienbörsen bislang zu einem eher überschaubaren Kursrückgang geführt. Auch die Volatilität, mit der die Schwankungsanfälligkeit der Märkte gemessen wird, bewegt sich weiter in nicht ungewöhnlichem Maß. Nur die rapide gesunkene Rendite der Bundesanleihe drückt im Moment die Angst vor dem Zerfall der Euro-Zone aus.

Wer nun daraus gefolgert hat, dass Deutschlands Topmanager die unsichere Lage wieder einmal zu weiteren Aktienzukäufen genutzt haben, der hat nur zum Teil recht. Die Anzahl der Käufe, die sie in den vergangenen beiden Wochen an die Börsenaufsicht Bafin gemeldet haben, hat sich im Vergleich zur vergangenen Erhebung Mitte Mai zwar verdoppelt und steht auf Jahreshöchststand.

Dabei sind jedoch viele kleine Orders zu beobachten. "Den Käufern scheint die Überzeugung zu fehlen", bringt Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School, die Stimmung auf den Punkt. Auf der Gegenseite gab es bei den Verkäufen zwar weniger Orders, die hatten dafür aber große Volumina. Das Insider-Barometer, das das Aachener Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) daraus mit Commerzbank Wealth Management berechnet, notiert unverändert zur vorherigen Erhebung bei 110 Punkten - und damit im neutralen Bereich. Aktien werden sich demnach künftig nicht besser oder schlechter als andere Anlageklassen entwickeln.

Es kommt deshalb auf die genauere Betrachtung der Einzelwerte an. Hier fällt auf Kaufseite besonders die SAP-Aktie auf. Gleich drei Vorstände inklusive Vorstandschef Jim Hagemann Snabe haben zuletzt Aktien im Wert von zusammen mehr als 400 000 Euro gekauft. Nun ist es keineswegs so, dass die SAP-Aktie bei Analysten im Moment als günstig gilt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt trotz der jüngsten Kursverluste bei ambitionierten 14 für dieses Jahr. Für den Technologiesektor, wo gewöhnlich für außerordentliche Geschäftsideen schon immer etwas mehr bezahlt worden ist, ist eine solche Bewertung indes nicht ungewöhnlich. Insofern überrascht es nicht, dass die drei Vorstände, die bislang nicht durch regen Insiderhandel aufgefallen sind, gerade jetzt kaufen. Weil nach einem enttäuschenden Auftaktquartal der Ausblick für das gesamte Jahr bestätigt worden ist, beurteilen die Analysten von Commerzbank Wealth Management die Aktie gar als attraktiv.

Kommentare zu " Insider-Barometer: Top-Manager scheuen Aktienkäufe"

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  • @GORDONGECKO
    Aber Sie sind auch nicht wirklich souverän, laisse-Fair und: MILLIONEN können Sie nicht haben, sonst würden Sie nicht so ein Klatschblatt wie HB lesen!! Geben Sie einfach ALLES MERKEL ODER (derzeit) SCHÄUBLE so ala Tim Cook bei Apple! Dann leben auch Sie: wieder relaxed!!

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