Insider-Barometer
Top-Manager wetten auf Aktienrally

An den Aktienmärkten sorgt die Euro-Krise für anhaltend schwankende Kurse. Viele Anleger gehen deswegen in Deckung. Das Insider-Barometer jedoch zeigt, dass Deutschlands Firmenlenker wieder zugreifen.
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FrankfurtViele Investoren an den Aktienmärkten sind verunsichert. Die Hoffnung auf den EU-Gipfel Ende Juni, bei dem die Staats- und Regierungschefs sich unter anderem auf einen flexibleren Einsatz der europäischen Rettungsschirme einigten, gab den Kursen zwar kurzzeitig kräftigen Auftrieb. Die Wirkung verpuffte aber schnell wieder.

Der Blick auf die Insiderkäufe bei deutschen Unternehmen liefert Anlegern aber trotz der jüngsten Schwankungen der Aktienmärkte zumindest im Prinzip positive Signale für die kommenden drei Monate. Das zeigt das Insiderbarometer, das sich seit einigen Wochen stabil oberhalb der Marke von 120 Punkten hält, dem immerhin höchsten Stand seit Februar. Bereits vor dem EU-Gipfel stieg das Barometer auf dieses Niveau.

Anstieg nicht überbewerten

Das Insiderbarometer berechnen die Experten des Aachener Forschungsinstituts für Asset Management (Fifam) und von Commerzbank Wealth Management alle zwei Wochen exklusiv für das Handelsblatt. Sie stützen sich dafür auf die Käufe und Verkäufe von Aktien der eigenen Firmen, die Vorstandsmitglieder, Aufsichtsräte und deren Angehörige an die Finanzaufsicht Bafin melden müssen. Das Kaufsignal, welches das Barometer ab einem Stand von 110 Punkten sendet, ist indes aktuell mit etwas Vorsicht zu genießen. Der Grund: Die Umsätze der Insidergeschäfte sind gerade in den vergangenen beiden Wochen deutlich gesunken - für den Beginn der Ferienzeit keine ungewöhnliche Beobachtung. "Von daher würde ich den Anstieg des Barometers nicht überinterpretieren", sagt Olaf Stotz, Professor an der privaten Hochschule Frankfurt School of Finance and Management.

Dennoch können Anleger Nutzen aus dem Barometer ziehen, wenn sie sich die einzelnen großen Transaktionen ansehen. Dort fällt auf: "Insider sind zuletzt vor allem bei den Unternehmen eingestiegen, deren Aktienkurse stark gefallen sind", sagt Stotz.

Nur zwei Titel seit Januar im Plus

Mit den Käufen signalisierten die Insider, dass sie die Aktien für unterbewertet halten. "Herkömmliche Investoren sehen bei den Unternehmen eher die Probleme, die Insider, die das Unternehmen besser kennen, richten den Blick auf die Chancen", erklärt Stotz.

In der Tat finden sich auf der aktuellen Liste der größten Käufe von Firmenlenkern mit Lufthansa, Thyssen-Krupp, Heidelberger Druckmaschinen und Zooplus gleich vier Aktien, die im Juni die tiefsten Kursniveaus seit mehreren Jahren erreicht hatten. Lediglich die Aktie der Immobilienfirma TAG, bei der Aufsichtsratschef Lutz Ristow zugriff, hat in diesem Jahr kräftig zugelegt und schwächelte nur mal Ende Juni kurz.

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Lufthansa-Chef kauft Lufthansa-Aktien

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  • wer´s glaubt...Insider...ph...
    derartige Meldungen sind gleichzusetzen mit den Aktienempfehlungen Samstagnacht im Faxgerät. Sie suchen nur n paar Blöde.

  • Ich denke (auch?), dass da einige Leute ("Experten") Geld vom Handelsblatt erhalten, dass sich locker einsparen liesse. Die Aktienbewegungen verursacht von Organen und/oder (berichtspflichtigen) leitenden Mitarbeitern lassen sich auch ohne diese "Experten" nachvollziehen. Die gibt es im Netz "für umme".

    Ausserdem haben die Experten einen wesentlichen Punkt ausser Acht gelassen: Das zweite und dritte Quartal sind bekanntlich die Quartale, in dem Kaufoptionen aus Aktienprogrammen ausgeübt werden müssen. Oft, wenn nicht sogar immer, sind diese Programme mit erklecklichen Nachlässen versehen.

    P.S.: Ich habe gesehen, dass Sie "aruba" editiert haben. Da das m. E. kompletter Spam ist, werde ich gleich um Löschung des unsinnigen Beitrags nachsuchen.

  • Ahh, da war wieder mal jemand bei einer Kartenlegerin. Ich glaube ja lieber ans Christkind, das kommt wenigstens einmal im Jahr, sicher.

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