Insider-Barometer: Verkäufe deuten auf Ende der Aktienrally

Insider-Barometer
Verkäufe deuten auf Ende der Aktienrally

Der Aufschwung an den Aktienmärkten könnte schon bald vorbei sein. Das signalisiert das Insider-Barometer, das auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2009 gefallen ist.
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FrankfurtWenn es nach Deutschlands Vorständen und Aufsichtsräten geht, ist es mit dem Aufschwung an den Aktienmärkten bald vorbei. Das signalisiert das Insider-Barometer, das zuletzt auf 83 Punkte gefallen ist und damit auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2009 notiert.

Berechnet wird das Insider-Barometer alle zwei Wochen vom Aachener Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) gemeinsam mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt. Es leitet sich aus den Aktienkäufen und -verkäufen ab, die Vorstände, Aufsichtsräte und deren Familien an die Finanzaufsicht Bafin melden müssen, wenn sie Aktien der eigenen Unternehmen erwerben oder abstoßen.

Dabei werden die Top-Manager bereits seit drei Monaten vorsichtiger. Das Insider-Barometer fällt seit Mitte Juli. Ein Warnsignal für Anleger ist das aber erst jetzt. Denn inzwischen hat es sich unter der Marke von 90 Punkten festgesetzt.

Damit signalisiert das Barometer, dass sich die Aktienmärkte auf Sicht von drei Monaten relativ schlecht entwickeln werden. Ob die Trendwende schon in den nächsten Tagen oder erst mittelfristig einsetzen wird, hängt nach Einschätzung von Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School auch sehr stark von politischen Rahmenbedingungen ab.

Die auffälligsten Transaktionen der vergangenen beiden Wochen drehten sich um MDax-Werte. So gab es die größten Insiderverkäufe bei Gerry Weber, GSW Immobilien und Deutsche Wohnen und den größten Kauf beim Automobilzulieferer Elring Klinger.

Kommentare zu " Insider-Barometer: Verkäufe deuten auf Ende der Aktienrally"

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  • "...Insider-Barometer, das zuletzt auf 83 Punkte gefallen ist und damit auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2009 notiert." ...öhm...nebenbei bemerkt: seit Dezember 2009 ist der DAX um deutlich mehr als 1000 Punkte gestiegen ...merkst was???

  • Alpha sagt mir nichts. Ich denke jedoch, dass die Inflation noch nicht im vollem Maß eingepreist ist. Zudem günstige KGVs und KBVs. Allerdings auch berechtigte Zukunftsängste.

  • @Handelsblatt_Kommentar. Der Hinweis, das etwas bereits "eingepreist" ist, bereitet mir stets Kummer. Nach der "These vom effizienten Markt", enthält ein Kurs, also ein Kurs, bereits alle Informationen. Was gibt es da danach noch einzupreisen? Der nächste Kurs findet keine Informationen mehr vor, alternativ kann er sich einen anderen Finanzmarkt suchen. Vielleicht auf Alpha, aber lassen wir das.

  • @Schuischel

    Zu Ihrer Frage: In Ihrem Boot bin ich sicher nicht.

    Aber: warum so agressiv? Zu viele Puts im Depot? Wir meinen ja wohl das gleiche. Mein "könnte" deshalb, weil die US-Ökonoie mittlerweile wenig mit der EU-Ökonomie zu tun hat. Oder meinen Sie, es handelt sich um eine Dotcom Blase?

  • "Insider-Barometer mit tiefstem Stand seit Dezember 2009..." Der DAX hatte irgendwann im März 2009 seinen tiefsten Stand, seit dem ging es aufwärts...

  • Hier wird aber hart mit den Redakteuren umgegangen. Selbst die Experten sind sich nicht einig wohin es geht, wie soll ein Redakteur ohne charttechnische Kenntnisse die derzeitige Situation richtig einschätzen?!

  • Ich glaube, es hängt damit zusammen,
    dass dieser Artikel nur eine Luftnummer ist.
    In einem Beitrag sieht man den Dax auf 8000 steigen und einen Tag später meint dieser Artikel, dass die Luft raus ist.
    Man sollte den Quatsch nicht mehr lesen.

  • Ein Barometer ist eine Messvorrichtung zur Bestimmung des statischen (absoluten) Luftdrucks. Was in drei Teufels Namen hat das mit dem Aktienmarkt zu tun?

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