Insiderbarometer
Top-Manager bekommen kalte Füße

Das Insiderbarometer ist zuletzt so deutlich gesunken wie seit September 2003 nicht mehr. Sowohl die Zahl der Verkäufe als auch deren Volumina haben kräftig zugenommen. Besonders heftig ging es bei einem Finanzdienstleister zur Sache.

HB DÜSSELDORF. Der Index, den das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen wöchentlich in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking erstellt, verlor 20 Punkte gegenüber der Vorwoche und sackte auf 170,45 Punkte ab. Die Zahl der Verkäufe ist zuletzt deutlich gestiegen.

Gleich 17 Mal verkauften Top-Manager im abgelaufenen Bewertungszeitraum Aktien ihres Unternehmens. Das letzte Mal wurde dieser Wert im Dezember 2007 übertroffen. Allerdings hat auch die Zahl der Käufe zugelegt; das stabilisierte das Barometer.

"Die Korrektur findet aber auf relativ hohem Niveau statt", sagt Christian Rouette vom Fifam. Insgesamt seien die Insider noch immer überwiegend optimistisch. Es bleibe abzuwarten, ob sich die Negativtendenz in den nächsten Wochen fortsetze. Der Verkauf bei AWD etwa sei strategisch bedingt gewesen.

Der größte Kauf

Bei den Käufen ragte im abgelaufenen Beobachtungszeitraum - gemessen an der Relation des Transaktionsvolumens zur durchschnittlichen Marktkapitalisierung - Ahlers heraus. WTW Beteiligungsgesellschaft orderte Papiere im Volumen von 345 527 Euro; das Aktienpaket macht 0,5308 Prozent der Marktkapitalisierung von Ahlers aus.

Der Modekonzern hatte für das erste Halbjahr passable Zahlen präsentiert. Der Umsatz kletterte rund sieben Prozent auf knapp 130 Millionen Euro. Alle Marken im Premiumsegment, pierre cardin, Baldessarini und Otto Kern legten dabei dynamisch zu. Auf Jahressicht allerdings rechnet das Unternehmen mit schwächeren Wachstumsraten. Auch das Nettoergebnis werde unter Vorjahresniveau liegen, hieß es.

Der größte Verkauf

Den größten Verkauf tätigte Carsten Maschmeyer. Er verkaufte seine Anteile an AWD und MLP an den Schweizer Lebensversicherungskonzern Swiss Life Holding. Allein das AWD-Paket war rund 121 Millionen Euro schwer.

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