Insiderbarometer
Top-Manager warten ab

Das Insiderbarometer notiert nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Allerdings halten sich die Unternehmenslenker derzeit bei ihren Aktiengeschäften dezent zurück. Der größte Verkauf im abgelaufenen Bewertungszeitraum hatte lediglich ein Volumen von rund 8 000 Euro.

HB FRANKFURT. Das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der Technischen Hochschule in Aachen regelmäßig in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking berechnet, liegt nach wie vor auf hohem Niveau bei 187,55 Punkten. Zuletzt ist das Barometer sogar leicht angestiegen. Grundsätzlich signalisiert dieser Wert eine optimistische Einschätzung des Börsengeschehens durch die Insider.

Allerdings halten sich die Unternehmenslenker sowohl beide den Käufen als auch bei den Verkaufen inmitten der Finanzkrise dezent zurück. "Insider mit Verkaufswunsch dürften sich natürlich auch der Signalwirkung ihrer Entscheidungen bewusst sein: Sollten sie große Bestände abstoßen, wäre dies ein deutlich negatives Zeichen für die spezifischen Unternehmen wie auch für die Lage am Gesamtmarkt. Dieses Bewusstsein zügelt ggf. ihre Verkaufsbereitschaft, obwohl natürlich auch viele Insider mit ihren Engagements Buchverluste hinnehmen mussten", sagt Christian Rouette vom Fifam.

Als größter Verkauf kam eine Order von Aktien der Hahn-Immo.-Beteiligung in die Wertung. Gegenwert: 7 979 Euro. Der Verkäufer und Insider ist die John von Freyend Future AG. Bei den Käufen sticht Interseroh heraus. Die Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH &. Co.KG hat sich Aktien im Gegenwert von rund 25 Millionen Euro gesichert. Das Transaktionsvolumen entspricht 4,92 Prozent der Marktkapitalisierung von Interseroh.

In die Berechnung des Insider-Barometers gehen die Transaktionen von Vorständen, Aufsichtsräten sowie deren Angehörigen mit Aktien ihrer Gesellschaft ein. Diese müssen sie innerhalb von fünf Handelstagen an die Börsenaufsicht BaFin melden, worauf sie dort auf deren Homepage veröffentlicht werden. Auch Anleger können Nutzen aus dem Barometer ziehen. Sie erhalten Einblicke in die Strategie derer, die direkte Kenntnisse aus dem Unternehmen haben. Zudem können sie anhand der Anzahl und der Volumina der Käufe und Verkäufe absehen, ob die Top-Manager in den nächsten Monaten eher mit steigenden oder fallenden Aktienmärkten rechnen.

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