Insiderkreise
Kion setzt zum Börsengang an

Der Hersteller von Gabelstaplern könnte tatsächlich schon früher an der Börse debütieren, als ursprünglich geplant. Schon in der kommende Woche wolle das Unternehmen seine Pläne vorstellen, heißt es aus Kreisen.
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FrankfurtDer Wiesbadener Gabelstaplerhersteller Kion steht Insidern zufolge in den Startlöchern für einen Börsengang. "Kion wird seine Pläne Anfang der Woche vorstellen", sagte eine mit den Börsenplänen vertraute Person am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein anderer Insider sprach davon, dass Kion seinen Fahrplan für eine Aktienmarktnotierung am Montag veröffentlichen will. Das Debüt an der Frankfurter Börse dürfte dann Ende Juni oder Anfang Juli erfolgen. Ein Unternehmens-Sprecher sagte, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. "Kion und seine Eigentümer beobachten den Kapitalmarkt genau, wann der richtige Zeitpunkt für den Börsengang ist."

Mehr als 25 Prozent an Kion sollten Finanzkreisen zufolge an den Aktienmarkt gebracht werden. Gemessen an der Entwicklung börsennotierter Rivalen wie Jungheinrich oder dem Weltmarktführer Toyota Industries könnte Kion ohne Schulden mit rund 2,5 Milliarden Euro bewertet werden. Begleitet werde der Börsengang von der Deutschen Bank, Goldman Sachs und Morgan Stanley, hieß es in den Kreisen.

Zumindest ein Teil des Erlöses soll den Kreisen zufolge Kion selbst zufließen. Die Eigentümer KKR und Goldman Sachs wollten auch nach der Erstnotiz noch mit einem substanziellen Aktienpaket beteiligt bleiben. Sie hatten im vergangenen Jahr die chinesische Weichai Power an Bord genommen, die zum Zeitpunkt des Börsengangs bis zu 33 Prozent an Kion halten soll. Goldman Sachs lehnte eine Stellungnahme ab.

Erst vor wenigen Tagen gab Kion Zahlen für das abgelaufene Quartal bekannt. Demnach setzte der Gabelstapler-Hersteller von Januar bis März bereinigt um die verkaufte Hydrauliksparte 1,09 Milliarden Euro um - ein leichter Rückgang nach 1,10 Milliarden Euro vor Jahrsfrist. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) nahm um 2,7 Prozent auf 92,8 Millionen Euro zu.

Auch Springer Science liebäugelt mit einem Börsengang. Der Wissenschaftsverlag dürfte in dieser oder in der kommenden Woche seine Börsenpläne bekanntgeben, sagte ein Insider Reuters. Allerdings treiben die Eigner EQT und der Staatsfonds GIC aus Singapur, die Springer Science 2009 für 2,3 Milliarden Euro erworben hatten, den Kreisen zufolge parallel einen Komplett-Verkauf voran. Die Bedingungen für einen Börsengang sind derzeit blendend. Die Geldschwemme der Notenbanken treibt die Aktienkurse weltweit derzeit an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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