Aktien
Interhyp könnte noch im September an die Börse kommen

Der Finanzdienstleister Interhyp könnte noch im September sein Debüt an der Börse geben. Mit den Einnahmen will der unabhängige Vermittler von privaten Baufinanzierungen per Internet seinen Marktanteil in Deutschland deutlich ausbauen.

HB FRANKFURT. Es werde noch am Montag mit der Vermarktung von bis zu 2,7 Millionen Interhyp-Aktien bei Investoren begonnen, kündigte Vorstand Robert Haselsteiner am Montag in Frankfurt an. Allerdings würden die Papiere den Anlegern erst gegen Ende der Roadshow zur Zeichnung angeboten und nicht wie üblich zu Beginn. Das Preisfindungsverfahren werde frühestens am 26. September starten und etwa für drei Tage laufen.

„Der frühestmögliche Listingtermin ergibt sich damit am 29. September“, sagte Haselsteiner. Eine Beeinträchtigung durch die derzeit unklare politische Situation nach der Bundestagswahl sieht der Manager nicht. „Für den Börsengang selbst sehen wir aus heutiger Sicht keine Auswirkungen.“

Martin Hörstel von der Deutschen Bank, die den Börsengang federführend begleitet, schätzt das Emissionsvolumen auf rund 100 Mill. €. Über eine Kapitalerhöhung von 700 000 Aktien dürften Interhyp rund 25 Mill. € zufließen. Mit den Geldern will Haselsteiner den Marktanteil bei der Baufinanzierung in Deutschland von derzeit 1,5 % auf lange Sicht bis auf zehn Prozent ausweiten und schließt dabei auch Zukäufe nicht aus. Das Volumen der vermittelten Darlehen solle in den nächsten fünf Jahren rund zehn Mrd. € erreichen, sagte er.

Im ersten Halbjahr 2005 vermittelte die rund 200 Mitarbeiter zählende Interhyp aus München etwa 6750 Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Mrd. €. Bei einem Umsatz von 17 (Vorjahr: 7,3) Mill. € wurde dabei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Nettogewinn von 3,1 (0,1) Mill. € erzielt. Analysten weisen darauf hin, dass die 1999 gegründete Interhyp in einer sehr wettbewerbesintensiven Branche agiert. Darunter könnte die Profitabilität leiden.

Der Streubesitzes beläuft sich nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption von rund 356 000 Stück auf etwa 47 %. An dem Börsenkandidaten sind die Risikokapitalgesellschaften Earlybird und 3i mit zusammen rund 45 % beteiligt. Je 24 % der Anteile lägen in den Händen der Gründer und Vorstände Haselsteiner und Marcus Wolsdorf. Dem Emissionskonsortium gehört neben der Deutschen Bank das Bankhaus Sal. Oppenheim an.

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