Internet-Kontaktplattform
Xing will noch 2006 an die Börse

Die erst kürzlich in Xing umbenannte Internet-Kontaktplattform OpenBC plant ihren Börsengang für Anfang Dezember dieses Jahres. Am Montag soll bereits die Management-Roadshow beginnen.

HB HAMBURG. Das Angebot der Aktien startet frühestens am 4. Dezember und läuft voraussichtlich drei Bankarbeitstage, teilte die Open Business Club AG am Samstag mit. Die Erstnotierung im Prime Standard der Frankfurter Börse könnte damit bereits am 7. Dezember erfolgen. „Wir wollen global wachsen und gehen deswegen an den Kapitalmarkt“, sagte Vorstandschef Lars Hinrichs. Der Wertpapierprospekt wurde laut Xing am 24. November 2006 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligt.

Der Anteil des Streubesitzes soll nach dem Börsengang mindestens 40 Prozent betragen. Im Rahmen des Börsengangs werden langjährige Mitglieder bei der Zeichnung bevorzugt behandelt. Bis zu 19 Prozent der Aktien stehen für sie zur Verfügung. Die Preisspanne für den Börsengang ist allerdings noch nicht bekannt. Branchengerüchten zufolgen wollen die Hamburger aber 100 Millionen Euro einnehmen. Das Angebot umfasst jedenfalls maximal 1,35 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung und bis zu 831 781 Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre. Zusätzlich steht eine Mehrzuteilungsoption von maximal 15 Prozent des Angebotsvolumens (bis zu 327 268 Aktien) zur Verfügung.

Xing ermöglicht die Verwaltung der Daten von Geschäftskontakten per Internet und das leichte Knüpfen neuer Bekanntschaften. In manchen Branchen, so in der IT und der Werbung, gehört es zum guten Ton, Mitglied auf der Plattform zu sein. Die Grundmitgliedschaft ist gratis. Das Abonnement, das mehr Funktionen enthält, kostet 5,95 Euro pro Monat. Rund 13 Prozent der 1,45 Millionen Mitglieder zahlen.

Mitglieder sollen „am Erfolg teilhaben“

Das bevorrechtigte Zuteilungs-Angebot richtet sich eben an jene zahlende Premium-Mitglieder und „besonders engagierte Mitglieder“, die jeweils bereits am 1. Oktober 2006 Premium-Mitglied waren, sowie an Mitglieder der „ersten Stunde“, sofern die Mitgliedschaft der jeweiligen Mitglieder am 24. November 2006 noch ungekündigt fortbestand, sie ihren Wohnsitz in Deutschland oder in der Schweiz haben und bestimmte weitere Voraussetzungen erfüllen, heißt es in der Pressemitteilung. „Wir möchten unseren Mitgliedern auch auf diesem Weg die Möglichkeit geben, an unserem Erfolg teilzuhaben“, erklärt Hinrichs.

Nach dem Börsengang soll der Streubesitzanteil bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption mindestens 40 Prozent betragen. Mit aktuell rund 38 Prozent der Anteile ist der Gründer und Vorstandschef Lars Hinrichs derzeit größter Aktionär der Open Business Club AG. Weitere Anteilseigner sind Aufsichtsrat William Liao, der rund 13 Prozent hält, der Finanzinvestor Wellington Partners mit etwa 18 Prozent sowie die Epublica GmbH mit etwa 8 Prozent der Anteile.

Mit den Mitteln aus dem Börsengang will die Open Business Club AG vor allem die internationale Expansion der Xing-Plattform forcieren. Unter anderem hegt das Unternehmen ehrgeizige Pläne in China. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2006/07 (zum 30. Juni) setzte die 62 Mitarbeiter zählende Gesellschaft rund 2,8 Millionen Euro um und schrieb unter dem Strich erstmals schwarze Zahlen.

Der Wertpapier-Prospekt für das öffentliche Angebot wurde im Internet unter www.xing.com/ir veröffentlicht.

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