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Yahoo: Applaus für neuen Auftritt

Yahoos Umbau ist in vollem Gange. Dank eines rigorosen Sparprograms haben die Kalifornier trotz eines Umsatzrückgangs acht Prozent mehr verdient als im Vorjahresquartal. Nun will die neue Chefin Carol Bartz kräftig investieren. Das Unternehmen erntet für diese Pläne das Lob der Analysten.

STUTTGART. Der Rotstift zeigt Wirkung: Dank rigoroser Kosteneinsparungen hat Carol Bartz, seit einem halben Jahr Chefin des Internetdienstes Yahoo, im abgelaufenen Quartal das erste Gewinnplus seit Anfang 2008 hereingeholt. Acht Prozent mehr als im Vorjahresquartal verdienten die Kalifornier trotz eines Umsatzrückgangs um 13 Prozent .

Dennoch ging der Markt erst einmal auf Abstand - denn in den kommenden Quartalen will Bartz kräftig investieren. Anleger sind skeptisch, ob sich die zweitgrößte Suchmaschine der Welt diesen Schritt schon jetzt leisten sollte, auch wenn Analysten die Pläne loben.

Eine wichtige Neuerung: Der Internetauftritt wird grundlegend überholt. Denn in der Vergangenheit nervte Yahoo seine Nutzer mit allzu großen und allzu häufig erscheinenden Pop-up-Anzeigen. Das soll jetzt anders werden. Die Chefentwickler versprechen gezieltere Werbung, die zudem spärlicher eingesetzt werden soll. Außerdem lassen sich auf der Yahoo-Startseite dann auch externe Webseiten wie Facebook und Twitter anzeigen.

Neuentwicklungen, zusätzlich eingestellte Software-Spezialisten und niedrigere Werbeeinnahmen werden sich mit mindestens 150 Mio. Dollar niederschlagen, schätzt der Konzern. Im laufenden Quartal rechnet er deshalb mit einem Gewinn von 55 bis 65 Mio. Dollar statt der 76 Mio., die für das vergangene Quartal angepeilt waren.

"Wir begrüßen diesen Schritt ausdrücklich, auch wenn wir mit etwa 300 Mio. Dollar Umsatzverlust rechnen", sagt Analyst Imran Khan von JP Morgan. Gezielter eingesetzte Anzeigen und eine sauberere Benutzeroberfläche würden die Nutzerzahlen nach oben treiben. Auch Mark Mahaney von Citigroup lobt: "Die neuen Seiten werden praktischer und leichter zu handhaben sein, weil die Kunden selbst entscheiden können, welche Anwendungen auf ihrer Startseite erscheinen."

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