Interview-Veröffentlichung fällt in Schweige-Periode
Playboy-Text gefährdet Googles IPO-Termin

Ein Interview der Google-Gründer mit dem Magazin Playboy könnte den Termin für den Börsengang noch gefährden, weil die Veröffentlichung des Interviews in die Schweige-Periode fällt, berichtet das Wall Street Journal.

wsj/hus WASHINGTON. Zwar beinhalte das 7-seitige Gespräch keine größeren Enthüllungen über Geschäft und Finanzen des Internet-Dienstleisters. Aber die beiden Gründer Larry Page und Sergey Brin erwähnten darin die Firmenkultur nach dem Börsengang und sprächen auch über den E-Mail-Service. Die SEC hat das Interview geprüft, aber noch nicht entschieden, ob es für den Börsengang relevante Informationen erhält.

Nach US-Recht dürfen Unternehmen in der Zeit nach Ankündigung eines Börsengangs bis zum ersten Handelstag keine öffentlichen Äußerungen zu ihrem Unternehmen mehr treffen. Das Interview war im April gegeben worden, wenige Tage bevor die Gründer ihren Prospekt für den Börsengang bei der SEC hinterlegten. Es steht in der Septemberausgabe des Playboy.

„Ich schätze, das wird den Börsengang nicht verhindern, aber es ist gut möglich, dass die SEC das IPO verzögert und der Firma Fragen stellen wird“, meinte der Rechtsanwalt und frühere SEC-Direktor Brian Lane von Gibson,Dunn & Crutcher. Gründer Page diskutiert in dem Gespräch etwa, dass er sich um Google’s „Spaß-Kultur“, wenn die Firma einmal börsennotiert ist. Auch versucht er sich von gescheiterten Konkurrenten abzuheben. Im Mai war bereits der Börsengang der Software-Firma Salesforce.com verschoben worden, weil ihr Chef der New York Times ein Interview gegeben hatte. Das Bieter-Verfahren des als Auktion geplanten Google-IPO sollte schon heute beginnen und bis Dienstag dauern.

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