Investmentbanken stufen den Autohersteller hoch
VW-Aktie steigt trotz schlechter Nachrichten

VW-Aktionäre sind nicht zu beneiden. Allein seit Ende April hat die Aktie 20 Prozent an Wert verloren. Schlechte Zahlen und negative Perspektiven sind die Ursache. Nun hat ausgerechnet eine Gewinnwarnung dem Kurs etwas Luft verschafft.

DÜSSELDORF. Investmenthäuser überfluten den Markt derzeit mit Neubewertungen. Tenor: Der Aktienkurs hat stärker nachgegeben, als es der Gewinnentwicklung entspricht. Demzufolge heben die meisten Experten ihr Urteil für Volkswagen an.

„Kaufen“, rät Tina Koch von der Bank SEB. Die Analystin verweist auf ein Umdenken der Wolfsburger in der Preis- und Vertriebspolitik. Dadurch dürfte sich die Marktposition wieder verbessern. Kochs Meinung nach ist das „negative Sentiment bereits mehr als ausreichend im VW-Aktienkurs antizipiert“.

Dreh- und Angelpunkt der Überlegungen ist die befürchtete, aber erwartete Gewinnwarnung am Freitag vergangener Woche. Hauptursache für die schlechten Erträge sind Absatzprobleme in den USA und China, negative Währungseinflüsse infolge der Euro-Aufwertung und höhere Abschreibungen nach Neuerungen in der Produktpalette. Für das Gesamtjahr rechnet VW nur noch mit einem Gewinn von 1,9 Mrd. Euro, nachdem zu Jahresbeginn noch mehr als 2,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt wurden. Bestandteil des neuen Szenarios ist allerdings, dass die Autokonjunktur auch im restlichen Jahresverlauf nicht anziehen wird. Mit Sparprogrammen will VW gegensteuern und die Margen verbessern.

Für die Experten der Citigroup Smith Barney ist nun „das Schlimmste vorbei“. Zwar sei 2004 noch nicht das erste von erwarteten drei Aufschwungjahren, aber die Anzeichen für eine Erholung mehrten sich. So ständen die Nachfolger der Umsatzbringer Audi A6 und Passat vor der Einführung, und mit dem Golf Plus sei eine eine neue Golf-Version auf den Markt.

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