Aktien
Investmentgesellschaft Henderson erwartet Jahresendrally im Dax

Die Experten von Henderson Global Investors erwarten auch in diesem Jahr im Aktienleitindex Dax eine Jahresendrally.

dpa-afx FRANKFURT. Die Experten von Henderson Global Investors erwarten auch in diesem Jahr im Aktienleitindex Dax eine Jahresendrally. Trotz der bisherigen kräftigen Zuwächse von insgesamt 17 bis 18 Prozent wird es laut der Fondsmanagerin Samantha Monk "noch etwas weiter nach oben gehen, aber nicht mehr so stark". Zahlreiche Vermögensverwalter hätten die Entwicklung am Kapitalmarkt unterschätzt und müssten nun in den nächsten drei Monaten in den Aktienmarkt investieren, um die Performance ihrer Portfolios aufzubessern, ergänzte Kapitalmarktexperte Uwe Diehl am Dienstag während eines Pressegesprächs in Frankfurt. Er hält 5 300 bis 5 400 Punkte im Dax bis Ende Dezember für möglich.

Dabei spiele die Bundestagswahl am 18. September zwar auch eine Rolle, doch selbst wenn die SPD die Wahl gewinnen würde, gehen die Fondsexperten von Henderson nicht von einem längerfristigen Rückschlag für den Aktienmarkt aus. Kurzfristig sei ein Verlust von rund vier Prozent im Dax denkbar, aber die Talfahrt dürfte nicht lange anhalten.

"Der Markt hat den Eindruck, dass die Reformen in Deutschland in Gang gesetzt sind. Mit CDU und FDP ginge es nur schneller voran", formuliert die Londonerin Monk etwa die Wahrnehmung der ausländischen Investoren. Wichtiger sei es ohnehin, dass die Unternehmen ihre Aufgaben erledigten, nötige Umstrukturierungen umsetzten und neue Wege zur Erzielung weiterer Gewinne suchten.

Für das kommende Jahr erwartet die Investmentgesellschaft Henderson eine "Normalisierung" der Märkte. "Acht bis zehn Prozent Wachstum dürften drin sein", so Diehl. Im Hinblick auf anhaltende Unsicherheiten durch den Ölpreis, Umweltkatastrophen oder geopolitische Krisen sieht er inzwischen einen rationaleren Umgang der Märkte mit solchen Phänomenen. "Wir lernen", sagte er. Mittlerweile erfolge eine raschere Einordnung der Schreckensszenarien. Der Einflusszeitraum solcher Ereignisse auf die Märkte werde kürzer: während es früher Monate gewesen seien, wären es heute nur Wochen oder Tage.

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