Investmentholding
Kingdom Holding plant Mega-Börsengang

Der saudi-arabische Prinz Al Walid bin Talal plant den voraussichtlich weltgrößten Börsengang in diesem Jahr. Der Multimilliardär will mit dem IPO seiner Investmentgesellschaft Kingdom Holding etwa sechs Mrd. Dollar (5,04 Mrd. Euro) einnehmen, erklärte eine informierte Person.

Bloomberg NEW YORK. Im Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg kündigte Al Walid an, dass mindestens 30 Prozent des Unternehmens mit Sitz in Riad angeboten werden sollen. Über Kingdom Holding besitzt Al Walid 4,3 Prozent an Citigroup, dem weltgrößten Finanzdienstleister, und Beteiligungen am US-Unterhaltungskonzern Time Warner, dem Medienkonzern News Corp. und mehr als einem Dutzend weiterer Unternehmen. Gemessen am Umsatz ist Kingdom das größte Unternehmen Saudi-Arabiens. Im Jahr 2004 setzte die Holdinggesellschaft 18,8 Mrd. Dollar um, geht aus Daten der Arab News hervor.

Der Erfolg Al Walids am Aktienmarkt dürfte ebenso Investoren anlocken, wie die steigenden Kurse am saudischen Aktienmarkt. „Es ist sehr verlockend, Partner von Al Walid zu sein“, sagt Alfredo Rotemberg, Vermögensverwalter bei Oppenheimer Funds Inc., „er war bei seinen Investments sehr erfolgreich.“ Al Walid, ein Neffe des saudischen Königs Abdullah, machte Milliarden Dollar damit, dass er Aktien von weltbekannten Konzernen mit schwacher Performance aufkaufte.

Mit einem Emissionsvolumen von sechs Mrd. Dollar würde Kingdom den von MasterCard geplante Börsengang im Volumen von 2,45 Mrd. Dollar deutlich in den Schatten stellen. Möglich ist allerdings, dass das IPO des drittgrößten russischen Ölproduzenten OAO Rosneft später in diesem Jahr ein größeres Volumen haben könnte.

Die Emission fällt allerdings etwas geringer aus, als die von China Construction Bank Corp. im vergangenen Jahr, bei der 9,2 Mrd. Dollar eingesammelt wurden.

„Der Zeitpunkt für eine Emission für Al Walid ist ideal“, erläutert Joe Kawkabani, Vermögensverwalter bei Shuaa Capital in Dubai. „Er kann vom kometenhaften Kursanstieg in Saudi-Arabien profitieren.“

Beim Börsengang seines Hotelbetreibers Kingdom Hotel Investments in London sammelte Al Walid am Freitag 397 Mill. Dollar ein. Mit dem Geld soll das weitere Wachstum des Unternehmens finanziert werden.

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